Forderung nach einem außerordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall
Betriebsräte contra Gewerkschaften

Unter führenden Betriebsräten nimmt die Kritik am Streit zwischen SPD und Gewerkschaften über den Reformkurs der Bundesregierung zu.

HB BERLIN. Der Volkswagen-Betriebsratsvorsitzende Klaus Volker kritisierte in der „Financial Times Deutschland“ vom Dienstag den Umgang von Sozialdemokraten und Gewerkschaften. „Statt aufeinander einzuschlagen und sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, sollten sich beide Seiten besser zusammensetzen und sehen, wie die gemeinsame Verantwortung getragen werden kann.“ Sein Kollege vom Autobauer Porsche, Uwe Hück, forderte in derselben Zeitung einen außerordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall, um eine Richtungsentscheidung im Streit über die Reformpolitik der Bundesregierung zu treffen.

Volker kritisierte zudem die Unterschriftensammlung der IG Metall gegen die Regierungspolitik. Davon halte er nichts. Stattdessen sollten bestehende tarifliche Regelungen für die Autoindustrie gesammelt und zu einem Reformpaket für die Beschäftigten der Branche zu schnüren. „Daraus ließe sich problemlos ein hervorragendes und offenes Reformprogramm aufstellen.“ Hück sagte: „Man kann nicht auf der einen Seite ein Arbeitnehmerbegehren gegen die Reformen führen und andererseits Mehrarbeit bei Siemens zustimmen.“ Dadurch gehe das Vertrauen der Gewerkschaftsmitglieder verloren.

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