Forderung nach schneller Lösung

Hitze-Probleme der Bahn alarmieren Politik

Dass Züge der Deutschen Bahn immer noch nicht mit Temperaturen von über 35 Grad klar kommen, sorgt für Ärger im politischen Berlin. Verkehrspolitiker fordern nun, dass die Mängel zügig abgestellt werden.
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Wie ein Damoklesschwert hängt die Sonne über einem Intercity-Zug. Quelle: dpa

Wie ein Damoklesschwert hängt die Sonne über einem Intercity-Zug.

(Foto: dpa)

BerlinAngesichts der jüngsten Klimaanlagen-Probleme in Zügen der Deutschen Bahn fordern Politiker von SPD und Grünen Konsequenzen. Es gebe bei der Deutschen Bahn noch viel zu tun. „Die Wartung der Züge muss dringend verbessert werden“, sagte der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Anton Hofreiter, Handelsblatt Online. „Zuverlässigkeit sollte von der Konzernspitze endlich als entscheidende Großbaustelle identifiziert werden.“

Der SPD-Schattenminister für Wohnen und Verkehr, Florian Pronold, sieht zwar die Hauptverantwortung für Probleme bei der Bahn. Allerdings äußerte er auch harsche Kritik an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). „Als der Bahn-Börsengang noch geplant war, wurden kostengünstigere Züge bestellt, die keine ausreichende Klimaanlage aufweisen“, sagte Pronold Handelsblatt Online.

Ramsauer hatte seinerzeit getönt, dass er das Problem lösen wolle. „Wie immer ist aus den Ankündigungen bei Herrn Ramsauer nichts geworden“, fügte der SPD-Fraktionsvize hinzu. „Er hat Runde Tische einberufen und Versprechungen gemacht, rausgekommen ist nur heiße Luft.“

Am Dienstag hatte die Bahn nach eigenen Angaben mehrere Züge wegen überlasteter Klimaanlagen aus dem Verkehr gezogen. Insgesamt seien sechs ICE und EC-Züge ausgefallen, sagte ein Bahnsprecher. „Wir können aber nicht von größeren Problemen sprechen, da wir jeden Tag rund 1400 Züge im Fernverkehr einsetzen.“

Betroffen waren laut Bahn die Strecken Oberstdorf-Hannover, Stuttgart-Hamburg, Bratislava-Binz und Villach-Hamburg, München-Berlin und Graz-Saarbrücken. Die Fahrgäste mussten in andere Züge umsteigen. Wegen der hohen Temperaturen könnte es auch in den kommenden Tagen zu vereinzelten Ausfällen von Klimaanlagen kommen, sagte der Bahnsprecher.

Inzwischen kündigte die Bahn an, keine konkreten Zahlen mehr dazu nennen zu wollen, wie viele Züge sie wegen überlasteter Klimaanlagen stoppen muss. Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg machte am Donnerstag deutlich, dass er die Angabe für irreführend halte. Die betroffenen Anlagen seien weder defekt noch fielen die Züge dauerhaft aus. In der Regel könnten die Züge noch am selben Tag wieder in Betrieb gehen, sagte Homburg.

Manche Anlagen in Intercity-Zügen seien 40 Jahre alt, Überlastungen seien da nicht auszuschließen. „Wir haben keine echte Häufung“, sagte Homburg auf die Frage nach der Zahl der am Donnerstag und Mittwoch jeweils betroffenen Züge. „Wir reden über Zahlen kleiner zehn - bei über 1300 Fernzügen am Tag.“

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18 Kommentare zu "Forderung nach schneller Lösung: Hitze-Probleme der Bahn alarmieren Politik"

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  • es gibt eine Doku über das D-Bahn Reparaturwerk DO-Schwerte – das ehemals modernste in den `90ern, von der ARD/WDR?, die die Neuen Strukturen bei der Deutschen Bundesbahn (DB) nach der Übernahme durch die Deutsche Reichsbahn der DDR (RB) zu nun D-Bahn in Film festhält – die nicht mehr zu finden ist (höchste Zensurstufe/Streng Geheim?):

    . . . der Neue Werkstattleiter sich ein System ausgedacht, aus gelben Aufkleberpunkte (d=4cm), die Er vor Zug-Inspektion/Wartung am/unter dem Zug versteckt verteilt hatte, um seiner Aussage nach sicher zu sein,
    das diese Mitarbeiter/Techniker(West) der Inspektion/Wartung auch an ihren ihnen zugewiesenen Arbeitsplätzen waren – die mussten die Gelben Aufkleberpunkte (d=4cm) – zum Feierabend vorzeigen. Wer zum dritten mal stalinistisch Totalitär zusammen geschissen worden war, hat Arbeit Arbeit sein lassen und Aufkleberpunkte (d=4cm) gesucht!

    Sehen sich diese Doku an, dann kennen sie die Zustände bei der D-Bahn und wissen auch das es dort unter den Verhältnissen keine Veränderung geben kann! (Eigenverantwortung, Selbstverantwortung, VERANTWORTUNG existiert nicht im Stalinismus einer Befehlshierarchie)
    Ebenso bei Bildungssystem – ARGE – Sozialer-Sektor – Gesundheit (Krankenhäuser auf dem 14 Platz im EU Vergleich) – Pflegesystem – u.a.!

    Die Bereiche werden durch die Zwangsdemokratie finanzierten öffent.rechtl. SendeAnstalten (um den Bürger vor Aufregung zu schützen?) aus der öffentlichen Wahrnehmung herausgehalten – soll nicht mit Zensur oder stalinistisch „der Bürger brauch nicht alles zu Wissen“ wie GRÜNEN Politiker sich gerne Äußern,
    im Zusammenhang stehen wie dieser TV-Chef wohl erklären würde.


    wer noch nicht:
    Schauen Sie rein,
    20 Min. - erklärendes zum "Schöner Schein"
    skadenz.sk.funpic.de/wordpress/

  • Bahnpoesie a la Grube:

    ..."aus technischen Gründen"....

    Zack: 60 Minuten Verspätung.

    Die Fahrgäste zahlens munter und die Volkswirtschaft gibts munter drein.

    Deutschland leistet sich die teuerste Bahn auf der Welt, die nix kann.

    Brav.

    Und morgen wird uns Grube alles mögliche erklären bis auf eines: dass er Bahn nicht kann.

    Seine Vorgänger konnten Bahn auch nicht.

    Aber Ramsauer kann Klavierspielen wie ein Schimpanse.

    Auch sehr schön.

  • Und wo war der Staat die ganze Zeit?
    Dr Staat ist Eigentümer der Bah, also hätte schon seit dem letzten Jahr das Verkehrsministerium tätig werden müssen
    Aber vielleicht macht die Merkel ja ejtzt erst mal wieder einen Gipfel, einen Bahn-Gipfel, dann eine Kommission und dann noch einen Arbetiskeis.
    In 3 Jahren kommen dann vielleicht die ersten Vorschläge.

  • Dasselbe Problem stört mich auch seit langen. Funktioniert die Klimaanlage hockst du mit Jacke da weil sie die Wagons auf gefühlte 17° runterkühlen. Fällt sie dann bei >34° aus jappst du nach Luft. Das müsste die DB doch eigentlich langsam mitkriegen??

  • Mismanagement?

    Nein: Kinder, das ist Management at its best!

    Mehdorn verschwurbelt seine Turbine inziwschen im Aufsichtsrat und gibt den Pausenclown in Sachen BER

    Und alles wird Chicco: verschprochen.

  • Würde der alte Johann Friedrich August Borsig noch leben,wäre das Problem längst behoben.
    Ein Tüftler vor dem Herrn.
    Die von heute,bringens nicht mehr..

  • Und wer zahlt die Klimaanlagen künftig weiter, damit die Deutsche Bahn in die schwarzen Zahlen gerät?

    Natürlich, wie eh und je: der Steuerzahler.

    NP.

    Solange Klimaanlagen funktionieren.

    Grube wird den Legobahnvorsteher mit seiner Trillerpfeife weiterhin ungeschönt ins Netz stellen:

    Seien wir Stolz auf ihn!

  • Tja, da sieht man mal, was der Investitionsstau und die Kostenkürzungsorgien im Vorfeld des geplanten Börsengangs alles angerichtet haben. Hat die bahn denn mal bei Siemens angefragt, ob schlicht eine verbesserte Fahrtwindkühlung z.B. als kleiner Zusatzspoiler für die Klimaanlagen helfen könnte?

  • "Der SPD-Schattenminister für Wohnen und Verkehr, Florian Pronold, sieht zwar die Hauptverantwortung für Probleme bei der Bahn. Allerdings äußerte er auch harsche Kritik an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). „Als der Bahn-Börsengang noch geplant war, wurden kostengünstigere Züge bestellt, die keine ausreichende Klimaanlage aufweisen“, sagte Pronold Handelsblatt Online."
    Das ist doch mal eine schöne Aussage. Zu dieser Zeit regierte rot-grün unter Schröder und sein Kumpel H. Mehdorn war Bahnchef... Er war es auch, der die Bahn mit einem rigorosen Sparkurs profitabel machen wollte. Dazu gehörte auch die Zurückstellung von Investitionen, Ausdünnung der Reserve und das Fahren auf Verschleiß. Die Wartungsintervalle wurden damals auch verlängert.
    Als der Börsengang langsam aber sicher beerdigt wurde war Wolfgang Tiefensee (SPD) Verkehrsminister.

    Also sind Herr Pronolds Genossen auch mit in der Verantwortung, sie haben die Grundlage für die heutigen Probleme mit geschaffen.
    Anstatt wieder Aktionismus an den Tag zu legen sollte die Bahn zukünftig bei ihren Beschaffungen sorgfältiger vorgehen.

  • natürlich wächst das auf Bäumen, irgendwo muss es ja herkommen. und an wundersame Geldvermehrung glauben doch nur noch Idioten.

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