Forsa-Umfrage
FDP fällt auf drei Prozent zurück

Bei vorgezogenen Bundestagswahlen könnten SPD und Grüne mit einer satten Mehrheit rechnen. Laut Umfrage fürchten auch viele Anhänger der Regierungsparteien ein vorzeitiges Aus der schwarz-gelben Regierung.
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HamburgDie FDP hat in der Wählergunst erneut verloren. Nach dem am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Wahltrend des Magazins „Stern“ und des Fernsehsenders RTL fallen die Liberalen FDP im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf drei Prozent zurück. Die Grünen gewinnen einen Prozentpunkt dazu und kommen auf 20 Prozent. Die SPD verliert einen Punkt und liegt bei 28 Prozent. Keine Veränderung zeigen die Union, die auf 31 Prozent kommt, sowie die Linke, die neun Prozent erreicht.

Das Regierungslager aus Union und FDP liegt zusammen mit 34 Prozent 14 Prozentpunkte hinter einem rot-grünen Bündnis, das gemeinsam auf 48 Prozent kommt. Für den Wahltrend wurden 2.505 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 12. bis 16. September befragt.

Forsa-Chef Manfred Güllner ist der Ansicht, dass die FDP nur noch schwer zu retten sei. Dem stern sagte er: „Der Wechsel an der Parteispitze hat nichts gebracht, wie jetzt auch die Berlin-Wahl zeigt. Nur einer von 100 Wahlberechtigten hat FDP gewählt.“ Der Europaskeptische Kurs von Rösler sei aber nicht allein Schuld am schlechten Abschneiden der Freidemokraten. „2009 hat der Mittelstand FDP gewählt, weil er sich Bürokratieabbau versprach“, sagt Güllner. „Aber die Partei hat da nichts getan.“

Vor diesem Hintergrund glaubt lediglich gut die Hälfte (54 Prozent) der Bundesbürger, dass die Regierungskoalition von Union und FDP die 24 Monate bis zur Bundestagswahl im Herbst 2013 hält. Sogar bei den eigenen Anhängern ist die Skepsis groß: 33 Prozent der Unionswähler fürchten ein vorzeitiges Aus, bei der FDP sind es 37 Prozent.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ich kann jeden Deutschen verstehen, der die gesamte Berliner Politikszene wegen erwiesener Inkompetenz und dauerhafter Unehrlichkeit zum Mond wünscht. Nur, dass so viele völlig vergessen, was rot grün angerichtet hat (Grundlagen für Bankenkasino, Reißen der EU Schuldengrenze, bewußte Tolerierung der gefälschten Bilanzen Griechenlands, Anfachen des Afghanistankrieges (siehe Spiegel), Fehler bei Hartz IV, Idiotische Einspeisevergütung, zügellose Einwanderung ins Sozialsystem und tolerierte Kriminalität in no-go Bezirken usw.) ist unbegreiflich. Insbesondere die Liebe zu Grün zeigt, wie wenig sich der statistische Deutsche traut, das kritische Hinterfragen von politischer Korrektheit vor den Herdentrieb zu stellen. So gesehen, bleiben die Deutschen leider das größte politische Risiko Europas, das in seinem Weltrettungswahn vom Rest Europas zum Teil auch noch als Vorbild gesehen wird.

  • Bedauerlicher Weise geht es nicht darum dass die Kritiker der FDP das Parteiprogramm lesen müssten, sondern darum dass die Funktionsträger in der FDP selbiges offenbar versäumt haben.

    Das Programm der FDP ist (zumindest aus meiner persönlichen Sicht) gut. Jedoch fehlt es an der Umsetzung und/oder einem glaubhaften Bemühen es umsetzen zu wollen.

    Wenn eine Merkel geführte CDU sich immer mehr Mühe gibt die SPD links zu überholen, dann müßte es in der FDP-Spitze genügend Politiker mit Arsch in der Hose und der Bereitschaft zur Aufkündigung der Koalition geben.

    Da die kleinen Mädchen und Jungs in der FDP aber nichts anderes als "Politik" gelernt haben können sie sich dies schon aus persönlichen Existenssorgen gar nicht leisten. Das die FDP nicht wählbar ist liegt folglich nicht an ihrem Programm sondern am mangelhaften Durchsetzungswillen ihrer Spitze.

  • Aber die Piraten machen Politik für den Bürger und nicht gegen Ihn.
    Die FDP betreibt als Partei der Besserverdienenden NUR Politik für dieses Klienetel. Man erinnere sich an die Geldschenkungen an Ärzte in jüngster Zeit. Abgesehen davon, daß die Ärzteverteilung ein Anliegen der Kassenärztlichen Vereinigung sein müßte, hätte man dies alles kostenneutral gestalten müssen. Mehr Geld für Ärzte in unterversorgten Gebieten, dafür weniger Geld fü Arztleistungen in überversorgten Gebieten.

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