Forsa-Umfrage
Meyer-Affäre kostet Union zwei Prozentpunkte

Die Gehaltsaffäre des zurückgetretenen CDU-Generalsekretärs Laurenz Meyer hat die Unionsparteien laut einer Meinungsumfrage zwei Prozentpunkte in der Wählergunst gekostet.

HB BERLIN. CDU und CSU würden nur noch 38 Prozent der Stimmen bekommen, wenn am kommenden Sonntag der Bundestag neu gewählt würde, berichtete das Magazin „stern“ am Dienstag unter Berufung auf die jüngste Umfrage des Instituts Forsa. Die SPD konnte in der Umfrage für das Magazin und den Fernsehsender RTL um einen Punkt auf 34 Prozent zulegen. Ebenfalls um einen Punkt auf acht Prozent verbesserte sich die FDP. Unverändert bei zehn beziehungsweise fünf Prozent liegen Grüne und PDS. Gemeinsam erreichten Union und FDP 46 Prozent gegenüber 49 Prozent von SPD, Grünen und PDS.

In der Kanzlervorliebe legte Amtsinhaber Gerhard Schröder (SPD) einen Punkt zu, während CDU-Chefin Angela Merkel einen Zähler einbüßte. Wenn die Deutschen den Kanzler direkt wählen könnten, würden sich 45 Prozent für Schröder und 30 Prozent für Merkel entscheiden. Forsa hatte für die Umfrage zwischen dem 20. und 23. Dezember rund 2000 repräsentativ ausgesuchte wahlberechtigte Deutsche befragt.

Meyer war vor einigen Tagen zurückgetreten, weil er zeitweilig Gehalt von der CDU und dem Energiekonzern RWE sowie eine Abfindung trotz der Rückkehr zu dem Unternehmen erhalten hatte. Er war deshalb auch aus den eigenen Reihen zum Rücktritt aufgefordert worden. Merkel hatte sich zunächst hinter ihren wichtigsten Mitarbeiter gestellt.

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