Forsa-Umfrage
SPD verlässt das Jammertal

Langsam geht es für die SPD wieder Bergauf. Die Sozialdemokraten konnten ihre zuletzt katastrophalen Umfrage-Werte etwas verbessern. Dafür muss sich die CDU nun vorsehen. Den Bürgern brennt indes ein Thema ganz besonders auf den Nägeln.

HB HAMBURG. Bei der wöchentlichen Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin „Stern“ und den Fernsehsender RTL stieg die SPD im Vergleich zur Vorwoche um zwei Punkte auf 26 Prozent und verließ damit ihr Jahrestief. Die Unionsparteien mussten dagegen einen Punkt abgeben und liegen nun bei 37 Prozent.

Veränderungen gab es demnach auch bei den kleinen Parteien: Linkspartei und Grüne verloren jeweils einen Punkt, während sich die FDP um ebenfalls einen Prozentpunkt verbesserte. Die Linke bleibt aber mit nunmehr zwölf Prozent stärkste Oppositionspartei vor der FDP mit elf und den Grünen mit neun Prozent. Für sonstige Parteien würden laut Umfrage derzeit fünf Prozent der Wähler stimmen.

Insgesamt käme das Bündnis aus Union und SPD im Bund somit auf 63 Prozent und gut sechs Prozent weniger als bei der letzten Bundestagswahl im September 2005. Damals hatten CDU/CSU (35,2) und SPD (34,2) gemeinsam 69,4 Prozent erhalten.

Bei den vordringlichsten Problemen in Deutschland stehen in den Augen der Bundesbürger die Bildungspolitik und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit mit je 63 Prozent an erster Stelle. Es folgen die Gesundheitsversorgung (54 Prozent) und die Alterssicherung (51 Prozent). Soziale Gerechtigkeit und der Klimawandel wurden von jeweils 50 Prozent genannt.

Als etwas weniger wichtig werden die Familienpolitik (43 Prozent) und die innere Sicherheit (40 Prozent) eingeschätzt. Am Ende der Prioritätenliste stehen der Abbau der Staatsschulden (32 Prozent) und die Einwanderung (19 Prozent).

Die Sorge um die Bildungspolitik ist der Umfrage zufolge kräftig gewachsen. Bei einer ähnlichen Umfrage vor zehn Monaten hatten nur 40 Prozent angegeben, die Ausbildung der Kinder sei das drängendste Problem. Die Arbeitslosigkeit wird dagegen nicht mehr ganz so stark als vordringlichstes Problem empfunden - im Oktober 2006 hatte sie noch 78 Prozent der Bürger die größten Sorgen bereitet.

Befragt wurden vom Forsa-Institut 2500 Bundesbürger von Montag bis Freitag vergangener Woche.

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