Forsa-Umfrage zur „Schwarzen Null“
SPD-Anhänger sind für neue Schulden

Mehr Investitionen, also auch mehr Schulden: Eine knappe Mehrheit der SPD-Anhänger hält diesen Weg für richtig. Damit liegt sie allerdings nicht auf Linie der Regierungskoalition: Die hält an der Schwarzen Null fest.
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DüsseldorfDie Mehrheit der SPD-Anhänger ist für höhere Investitionen, auch wenn dafür wieder neue Schulden gemacht werden müssten. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts für das Handelsblatt (Donnerstagsausgabe) hervor. Forsa befragte dafür am 13. und 14. Oktober insgesamt 1001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

Demnach wollen nur 45 Prozent der SPD-Anhänger am Ziel eines ausgeglichenen Haushalts in Deutschland festhalten – 52 Prozent sprechen sich hingegen für höhere Investitionen aus, auch wenn dafür neue Schulden gemacht werden müssten.

Mit Ausnahme der Anhänger von SPD und Linkspartei überwiegt jedoch in allen Wählergruppen der Anteil derjenigen, die am ausgeglichenen Haushalt festhalten wollen. Insgesamt sprachen sich 54 Prozent dafür aus – und 43 Prozent dagegen.

Die Angst vor einer Rezession 2015 halten die meisten Deutschen für übertrieben. Diese Befürchtung teilen nur 25 Prozent der Befragten – 69 Prozent hingegen nicht. In dieser Einschätzung unterscheiden sich die verschiedenen Wählergruppen nur in Nuancen.

Mallien Jan
Jan Mallien
Handelsblatt / Geldpolitischer Korrespondent

Kommentare zu " Forsa-Umfrage zur „Schwarzen Null“: SPD-Anhänger sind für neue Schulden"

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  • Wem nur noch neue Schulden einfallen, der hat sonst kein Konzept. Wer neue Schulden befürwortet zeigt Inkompetenz bei Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik, da er sich sonst nicht mehr zu helfen weiß.

  • "Damit liegt sie allerdings nicht auf Linie der Regierungskoalition: Die hält an der Schwarzen Null fest."

    Natürlich halten die an Schäuble fest. Der weiß einfach zuviel.

    Es gibt da so ein geflügeltes Wort: "Das einzige was Sozis von Geld verstehen, ist, daß sie es von anderen haben wollen." Die liefern jeden Tag einen Beweis, daß es genau so ist.

  • Völlig richtig!

    Das kenne ich von meinem Großvater auch noch: "Die SPD ist die Partei für die kleinen Leute!"

    Die kleinen Leute müssten aber heutzutage für die Schuldenorgien der Blockpartien bluten. Sei es über höhere Steuern, oder über Inflation. Vorerst will man aber Schuldenberge mit noch mehr Schulden bekämpfen.

    Die kleinen Leute würden heute lieber eine Schwäbische Hausfrau wählen - aber die gibt es bei den Blockpartien nicht.

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