Forschung und Lehre verbinden
Länder verständigen sich über Elite

Der Konflikt ist programmiert: Die Wissenschaftsminister der Länder haben sich über ein eigenes Konzept zur Hochschul-Eliteförderung geeinigt, das den Vorschlägen von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn zuwiderläuft.

HB BERLIN. Anders als der Bund wollen die Länder nicht Hochschulen in ihrer Gesamtheit zu Elite-Universitäten ausbauen. Vielmehr sollen die einzelnen Wissenschaftsbereiche und Fakultäten untereinander in Wettbewerb um zusätzliche Fördermittel treten. Ziel sei dabei ein weltweit anerkanntes „Netzwerk der Exzellenz“ an den deutschen Hochschulen, heißt es in dem am Mittwochabend in Berlin einmütig verabredeten Positionspapier.

Das Konzept soll an diesem Donnerstag auf der Kultusministerkonferenz offiziell beschlossen werden. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hatte den Ländern die Förderung von fünf ausgewählten Elite-Hochschulen vorgeschlagen und dazu 250 Millionen Euro Bundesmittel in Aussicht gestellt. Die Länder wollen darüber jetzt Verhandlungen mit dem Bund aufnehmen. Das angestrebte „Netzwerk der Exzellenz“ soll nach den Vorstellungen der Länder nicht nur Spitzen-Forschung, sondern auch erstklassige Lehre und Nachwuchsförderung miteinander verbinden.

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