Deutschland

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Forschungsministerium: „Der Hype ums Elektroauto ist vorbei“

Bis 2020 wollte die Bundesregierung eine Million Elektroautos auf die Straßen bringen. Nun zitiert eine Zeitung ein Papier des Forschungsministeriums. Darin wird deutlich: Die Erwartungen könnten nicht gehalten werden.

Elektroautos: Den hohen Erwartungen folgt nun „das Tal der Tränen. Das ist normal.“ Quelle: dapd
Elektroautos: Den hohen Erwartungen folgt nun „das Tal der Tränen. Das ist normal.“ Quelle: dapd

Frankfurt/MainDer Siegeszug der Elektroautos in Deutschland wird länger dauern als bisher gedacht. So verabschiedet sich die Bundesregierung von dem Ziel, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen, wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS) vorab berichtet. „Der Hype ist vorbei“, zitiert das Blatt aus einem Papier des Forschungsministeriums. Den hohen Erwartungen folge nun "das Tal der Tränen. Das ist normal."

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Ähnlich ist die Sicht demnach in anderen Ressorts: Umweltminister Peter Altmaier (CDU) räumt laut FAS offen Probleme mit den Elektroautos ein, und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) weigert sich, den Absatz mit Kaufprämien anzustoßen.

Am Montag trifft sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einem Autogipfel mit Top-Managern zum Thema Elektromobilität. Die Industrie warnt, dass ohne weitere Förderung bis 2020 höchstens 600.000 Elektromobile abzusetzen seien. „Wir werden einen langen Atem brauchen, auch über das Jahr 2020 hinaus“, heißt es dem Bericht zufolge in einem Papier aus dem Haus von Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) zu dem Treffen.

  • 30.09.2012, 18:32 Uhrmargrit117888

    hellwach
    regen Sie sich doch nicht so auf
    So ist das eben mit staatsbefohlener Produktion.
    Kennen wir doch alle noch aus DDR-zeiten.

  • 30.09.2012, 12:30 Uhroerb

    100 km elektroauto sind NICHT viel billiger als 100 km benzinauto. man rechnet immer schön die reinen stromkosten für´s laden der akkus. aber dass der akku auch mal gewechselt werden muss (der mehrere tausend euro kosten kann)bzw dass man den akku mieten muss oder die mehrkosten beim kauf vom elektroauto werden gerne mal ausgelassen!!! da kommt man dann nämlcih auch schnell auf über 10 euro pro 100 km!!!

  • 30.09.2012, 11:08 UhrHansDieter

    100 Km Stromauto erzeugen einen Preis von 2 bis 3 Euro (inklusive ca 40% Stromsteuer). 100 Km Bezinauto kosten bei ca 8 l Benzin ca 13 bis 14 Euro. Der Verlust des Bundes an Benzinsteuer inklusive Ökoabgaben etc... über 10 Jahre bei ca 12.000 km/Jahr (entspricht 1.000 l Benzin pro Jahr) gegenüber dem Gewinn an Stromsteuer liegt bei 800 bis 1000 Euro pro Jahr also über 10 Jahre bei 8.000 bis 10.000 Euro.
    Insofern ist das Stromauto steuerlich ein hohes Verlustgeschäft für den Bund, das dann wohl alle Steuerzahler tragen müssten. Steuer und Abgaben auf Kraftstoffe betragen z.Z. mindestens 40 Millarden Euro pro Jahr. Bei ca 80 Mio Einwohner in Deutschland würde bei voller Elektrifizierung jeder Kopf ca 500 Euro pro Jahr zusätzlich beisteuern müssen neben den zusätzlichen Subventionierungen für Öko-Strom und weiteren gewaltigen Kosten der Energiewende, die wir alle tragen wollen müssen.
    Eine weitere Subventionierung der e-Autos geht daher m.E. langfristig nur über eine Verlagerung steuerlicher Einnahmen auf die Nichtelektroautobesitzer und bei voller Elektrizität auf alle.
    Diese Diskussion ist m.E. bisher noch nicht geführt worden. Ich würde mich freuen, wenn sie endlich eröffent würde!

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