Forschungspolitik
600 Millionen Euro für Spitzentechnologie

Neue Spitzencluster für Leichtbau und Mobilität
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BerlinBei der dritten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesforschungsministeriums haben sich vor allem Projekte zur Elektromobilität, carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK) und Produkten aus Biomasse durchgesetzt. Die siegreichen Kooperationen von Wissenschaft und Forschung erhalten über fünf Jahre hinweg jeweils 40 Millionen Euro.

Insgesamt fördert Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) seit 2007 unter dem Dach ihrer High-Tech-Strategie nun 15 Spitzencluster mit insgesamt 600 Millionen Euro. Die beteiligten Unternehmen bringen noch einmal die gleiche Summe zur Entwicklung von Innovationen ein. Ziel ist, die Anstrengungen mehrerer Unternehmen und Forschungseinrichtungen in einer Region zu bündeln, um somit weit schneller voranzukommen. Vorsitzender der Jury war Andreas Barner, Chef bei Boehringer Ingelheim.

Am Carbonfaser-Cluster in der Region München-Augsburg-Ingolstadt arbeiten fast 100 Partner am Faserleichtbau, angeführt von Unternehmen wie Audi, BMW, Voith und SGL Carbon und der TU München. Die Hoffnung ist, CFK zu dem Werkstoff des 21. Jahrhunderts zumachen, um ihn bis 2020 vor allem im Automobilbau großindustriell nutzen zu können.

Das Elektromobilitäts-Cluster siedelt in der Region Karlsruhe-Mannheim-Stuttgart-Ulm. Ziel ist vor allem die Produktion von Batterien, derzeit noch die Schwachstelle des E-Mobils. Darüber hinaus geht es generell um vernetzte Mobilität.

„Die zehn Gewinner der ersten und zweiten Wettbewerbsrunde zeigen, dass das Geld gut angelegt ist. Ihre Projektergebnisse tragen schon jetzt zur Bewältigung von Herausforderungen im Bereich Energie, Ressourceneffizienz oder Gesundheit bei“, sagte Staatssekretär Thomas Rachel. „Zudem schaffen die Spitzencluster gemeinsam Strukturen, um dringend benötigte Fachkräfte zu gewinnen und auszubilden.“


Barbara Gillmann ist Korrespondentin in Berlin.
Barbara Gillmann
Handelsblatt / Korrespondentin

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