Deutschland
Frank-Walter Steinmeier (SPD)

... war als Kanzleramtschef der heimliche Star von Gerhard Schröder. Er gilt als perfekter Organisator und wird voraussichtlich Außenminister werden.

HB BERLIN. Im Unterschied zu seinen Vorgängern war Frank- Walter Steinmeier auf eigenen Wunsch bislang kein Bundesminister. Der Titel war ihm unwichtig. Trotzdem gehörte der 49-Jährige künftige Außenminister seit Gerhard Schröders Amtsübernahme 1998 zu den mächtigsten Politikern der Republik. Als meist im Hintergrund agierender Chef des Kanzleramts (seit Juli 1999 als Nachfolger von Bodo Hombach) war der gebürtige Detmolder so etwas wie "der heimliche Star" des Regierung.

Auch beim politischen Gegner wird kaum etwas Schlechtes über Steinmeier erzählt. Ziemlich geräuschlos erledigte der Jurist, der als perfekter Organisator gilt, einen Job, der auf mehrere Planstellen verteilt werden könnte.

Die Koordinierung der Kabinettsvorlagen sowie die Streitschlichtung zwischen den Ressorts gehörte zu seinen Hauptaufgaben. Intensiv kümmern musste sich Steinmeier auch um Besonderheiten von Schröders Regierungsstil wie die Steuerung der zahlreichen Kommissionen.

Sein Aufstieg ist eng mit dem Schröders verbunden. Beide fanden bereits vor 15 Jahren zusammen: 1991 wechselte Steinmeier vom Assistentenplatz an der Universität Gießen nach Hannover. Dort stieg er rasch zum Leiter der niedersächsischen Staatskanzlei unter Schröder auf und erwarb sich schon damals den Ruf eines tüchtigen "trouble shooters".

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