Frankfurt
Obama empört über Flughafen-Terror

Nach den Todesschüssen auf US-Soldaten am Frankfurter Flughafen hat sich Außenminister Westerwelle mit seiner Kollegin Clinton in Verbindung gesetzt. US-Präsident Obama reagierte „zutiefst betroffen“ auf den Anschlag.
  • 0

Washington/BerlinNach den Schüssen auf US-Soldaten am Frankfurter Flughafen hat US-Präsident Barack Obama den Opfern und deren Familien sein Mitgefühl ausgesprochen. Der Angriff, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen und zwei weitere schwer verletzt wurden „hat mich zutiefst betroffen gemacht und empört“, sagte er in einer am Donnerstag von der Diplomatischen Vertretung der USA in Deutschland veröffentlichten sowie aus dem Englischen übersetzten Stellungnahme. „Im Namen der amerikanischen Bürger danke ich den Verstorbenen für ihre Leistungen“, fügte er hinzu.

Obama betonte: „Michelle und ich sind in unseren Gedanken und in unseren Gebeten bei ihren Familien und Freunden und wir beten für eine schnelle Genesung der Verletzten. Ich möchte deutlich sagen, dass wir keine Mühen scheuen werden um herauszubekommen, wie diese grausame Tat geschehen konnte. Durch die Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden werden wir dafür sorgen, dass alle Täter vor Gericht gestellt werden.“

„Dieser Vorfall erinnert uns an die großen Opfer, die unsere Frauen und Männer in Uniform überall auf der Welt bringen, um unsere Sicherheit zu gewährleisten, und an die Gefahren, denen sie weltweit ausgesetzt sind“, ergänzte der US-Präsident.

Nach den Todesschüssen setzte sich Außenminister Guido Westerwelle (FDP) mit seiner Amtskollegin Hillary Clinton in Verbindung. In einem Telefongespräch habe Westerwelle eine rasche und vollständige Aufklärung des Anschlags zugesichert, teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag in Berlin mit. Den Angaben zufolge hatten die beiden Minister bereits am Vortag miteinander telefoniert. In dem Gespräch habe Westerwelle auch betont, dass die amerikanischen Soldaten in Deutschland willkommen seien und die Bundesregierung alles für deren Sicherheit tun werde.

Unmittelbar nach dem Anschlag am größten deutschen Airport hatte bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine rasche Aufklärung zugesagt. Bei dem Angriff hatte ein 21 Jahre alter Kosovare am Mittwoch zwei US-Soldaten erschossen.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Frankfurt: Obama empört über Flughafen-Terror"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%