Fraport-Chef
„Historischer Tag für die Luftfahrt“

Der Fraport-Chef Wilhelm Bender hat die Ausbaugenehmigung der hessischen Landesregierung als historischen Tag bezeichnet – nicht nur für Frankfurt, sondern für die gesamte nationale Luftfahrt. Den Gerichtsentscheidungen zu den Klagen von Ausbau-Kritikern sieht der Frankfurter Flughafenbetreiber gelassen entgegen.

HB FRANKFURT/MAIN. Fraport-Chef Wilhelm Bender erklärte, damit sei eine wichtige Etappe auf dem Weg zum Ausbau genommen. Nur die Erweiterung der Kapazität sichere die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Airports. Die Regierung in Wiesbaden hatte zuvor den Bau einer zusätzlichen Landebahn und eines dritten Terminals bewilligt.

Die Entscheidung sei aber auch ein „guter Tag für die Region“, sagte Bender. Er verwies darauf, dass der Ausbau mit rund vier Mrd. Euro das größte privatwirtschaftlich finanzierte Investitionsprogramm in Deutschland sei. Außerdem würden in den baulichen Bestand jährlich bis zu 300 Mill. Euro investiert.

Zugleich sei die Erweiterung ein „gewaltiges Beschäftigungsprogramm mit der Schaffung von 100 000 zusätzlichen Arbeitsplätzen“, sagte der Fraport-Chef, der die neue Landebahn spätestens 2011 in Betrieb nehmen will. Man sehe den Entscheidungen der Gerichte zu den Klagen von Ausbau-Kritikern mit Zuversicht entgegen.

Nach jahrelangem Streit hat das hessische Wirtschaftsministerium am Morgen grünes Licht für den geplanten Flughafenausbau in Frankfurt gegeben. Der 2515 Seiten und 23 Ordner umfassende Beschluss wird Fraport und den Kommunen Anfang Januar zugestellt. Im folgenden die wichtigsten Fakten im Überblick.

Der Ausbau

Neben zwei kombinierten Start- und Landepisten und der Startbahn West ist im Nordwesten des Flughafens eine vierte reine Landebahn geplant. Sie soll 2800 Meter lang und 60 Meter breit werden und über zwei Brücken über die Autobahn A3 mit dem bisherigen Flughafengelände verbunden werden. Neben der neuen Landebahn sollen auch ein drittes Terminal und zahlreiche neue Rollbahnen entstehen. Nach zahlreichen Verzögerungen rechnet Fraport nun mit einem Baubeginn im Frühjahr 2009. Mit dem Winterflugplan 2011 soll die neue Bahn in Betrieb gehen. Dadurch sollen im Jahr 2020 rund 701 000 Starts und Landungen auf dem größten deutschen Flughafen möglich sein. 2006 waren es 489 000. Bei den Passagierzahlen erhofft sich Fraport in dem Zeitraum einen Zuwachs auf gut 88 Millionen. In diesem Jahr rechnet das Unternehmen mit rund 54 Mill. Passagieren.

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