Frauen in Führungspositionen

Merkel befürwortet „Flexi-Quote“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für eine flexible Quote für Frauen in Führungspositionen ausgesprochen. Damit hat sie dem Vorschlag der Familienministerin Kristina Schröder erneut den Rücken gestärkt.
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Angela Merkel und Kristina Schröder demonstrieren Einigkeit. Quelle: dpa

Angela Merkel und Kristina Schröder demonstrieren Einigkeit.

(Foto: dpa)

Wiesabden/FrankfurtBundeskanzlerin Angela Merkel hat Familienministerin Kristina Schröder (beide CDU) in Sachen flexibler Quote für Frauen in Führungspositionen erneut den Rücken gestärkt. „Ich unterstütze die Bemühungen, hier voranzukommen und Druck zu machen, und trotzdem den Unternehmen die nötige Flexibilität zu lassen“, sagte Merkel am Samstag auf der Bundesdelegiertentagung der Frauen-Union in Wiesbaden. Die sehr gute Ausbildung von Frauen heutzutage müsse sich auch in den Führungspositionen niederschlagen. „Ich bitte sie um Unterstützung, wenn wir darum ringen, ob wir gesetzlich in der Koalition da noch was festschreiben können“, forderte sie die rund 300 Delegierten auf.

Mädchen hätten durch ihre Ausbildung in vielen Bereichen nachgezogen, sagte Merkel. 47 Prozent der 20- bis 24-jährigen Frauen hätten Abitur, bei den Männern seien es nur 38 Prozent. Das schlage sich inzwischen auch in den beruflichen Tätigkeiten nieder. Daher sei es folgerichtig, dass sich das auch in der Frage der Führungsposition zeigen müsse.

Während Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen sich für eine verbindliche Frauenquote von 30 Prozent für Dax-Unternehmen bis 2018 einsetzt, wirbt ihre Parteifreundin Schröder für eine sogenannte „Flexi-Quote“, die für jedes Unternehmen unterschiedlich ausfallen kann.

Außerdem betonte Merkel, die CDU halte am Ehegattensplitting fest und werde notfalls auch Änderungen am neuen Unterhaltsrecht vornehmen, wenn sich dies negativ für die Frauen auswirke.

  • dapd
  • rtr
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  • Mit Verlaub: Die Merkel ist doch eine dumme Ossi-DDR-Provinz-Frau!!!!!!!!!!!

  • Freiwillige Selbstverpflichtung erinnert mich an die freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft bei der Euro-Einführung die Preise nicht zu erhöhen. War - wie wir alle wissen ein Schlag ins Wasser. Ist immer so bei freiwilligen Selbstverpflichtungen. Aber es klingt gut, manche BLÖD-Zeitung kann darüber schreiben.

    Das die ganze Sache völlig sinnfrei ist, steht auf einem anderen Blatt. Jedenfalls solange Männer keine Kinder bekommen können. Aber offensichtlich ist die Geburtenrate in Deutschland noch zu hoch. Karrierefrauen bekommen nämlich keine Kinder - deshalb Karierrefrauen.

    Wie wäre es denn, wenn das Merkel mal ganz klein anfängt - gleicher Lohn für gleiche Arbeit für Frauen und Männer bei gleicher Tätigkeit. Das hätte Sinn - aber das will die schwarz-geld Regierung ja nicht.

  • Den Deutschen droht die Lebensgrundlage wegzubrechen und die Quotenkanzlerin macht eine Tupperparty. So langsam gewinnt man den Eindruck die stehen alle unter Drogen und die Linken wurden beauftragt das ganze jetzt zu legalisieren.

  • Haben wir eigentlich in diesem Land derzeit keine anderen Probleme als diese von hysterishen überemanzipierten Weibern geforderte Quote?
    Also so langsam könnte man den VErdacht bekommen, wir leben in einem Kasperles-Land.
    Diese ganzen Weiber in der Politik und im Budnestag haben schond erart viel Schaden angerichtet, dass es Zeit wird, dass sich endlich mal wieder starke Männer mit Ecken und Kanten meldenum den Sauhaufen aufzuräumen

  • Bingo! Um Ihren Beitrag in einem Satz zusammenzufassen: Es geht bei der Frauenquote um eine Einstellungsgarantie für Frauen!

  • Neulich bei einem DAX-Konzern.

    Ein Produkt der Konkurenz wird der Belegschaft vorgestellt. Über 500 Männer und (immerhin) 1 Frau nutzen die Chance und schauen sich das Konkurrenzprodukt an. Wie machen die das? Welche Materialen nehmen die? Wo sind die besser? Etc. Auf altdeutsch: Wettbewerb.

    Kann mir bitte jmd. vom Handelsblatt, CDU, oder ... erklären, warum bei einer Quote von 0,2% die am eigenen Produkt/Unternehmen Interesse zeigen, 20%, 30% oder mehr als 40% der Führungskräftepositionen mit Frauen besetzt werden müssen?

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