Frauenerwerbstätigkeit: Quote der Frauen so hoch wie nie

Frauenerwerbstätigkeit
Quote der Frauen so hoch wie nie

Das ist historischer Höchststand: Knapp die Hälfte aller Erwerbstätigen in Deutschland ist weiblich, 18 Millionen Frauen sind mittlerweile erwerbstätig. Allerdings arbeiten viel mehr Frauen als Männer in Teilzeit.
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BerlinDie Zahl der erwerbstätigen Frauen in Deutschland ist in den vergangenen rund 20 Jahren deutlich um etwa zehn Prozentpunkte gestiegen. Zwischen 1995 und 2013 habe sie sich von 15 Millionen auf 18 Millionen erhöht, wie aus einer am Mittwoch in Berlin von dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) veröffentlichten Analyse hervorgeht.

Die Erwerbstätigkeit von Männern stieg im selben Zeitraum demnach um etwa ein Prozent. 2013 waren den DIW-Angaben zufolge 46 Prozent und damit etwas weniger als die Hälfte aller Erwerbstätigen in der Bundesrepublik weiblich.

Das markiere einen historischen Höchststand, erklärten die Wissenschaftler. Allerdings arbeitete demnach fast jede zweite Frau in Teilzeit, bei den Männern war es nur jeder neunte. Für die Untersuchung wertete das DIW die Daten aus dem amtlichen sogenannten Mikrozensus aus.

Für den Trend machten die Forscher das Zusammentreffen verschiedener Entwicklungen verantwortlich. Zum einen sei das Ausbildungsniveau von Frauen gestiegen, was zu einer Erhöhung der Erwerbsneigung geführt habe.

Zum anderen seien Wirtschaftsbereiche wie das Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen gewachsen, in denen viele Frauen tätig seien. In traditionell von Männer dominierten Sektoren wie dem produzierenden Gewerbe sei die Entwicklung weniger günstig verlaufen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Die Frauenerwerbsquote ist so hoch wie nie zuvor - und Großkapital u. industrie und deren Interessensvertreter freut es - aus dem gleichen Grund, warum sie sich auch über Massenzuwanderung freuen.

    Weil beides - höhere Frauenerwerbstätigkeit und Zuwanderung- das Arbeiskräfteangebot erhöht, Arbeitnehmer schwächt und so Lohndumpimg, Lohnsenkungen, und widrigere Arbeitsbedingungen durchsetzungsfähiger werden lässt.

    Ob die Frauen wirklich arbeiten w o l l e n, oder doch nur widerwillig müssen, weil dank Nillig - umnd Niedriglöhnen ein Gehalt nicht mehr ausreicht, interessiert Großkapital und - industrie nicht – genausowenig wie die etablierten Parteien, die ihnen treu zu Diensten sind!

  • Man denke nicht zuletzt auch an die vielen Frauen in den unangemeldeten ICH-AGs, die die Aufgabe des Haushaltsmanagers ausüben.

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