Freihandelsabkommen Merkel will TTIP noch in Obamas Amtszeit

Die USA seien Deutschlands wichtigster Handelspartner, versucht Bundeskanzlerin Merkel auf Fortschritte beim Freihandelsabkommen zu drängen. Sie fordert, die Verhandlungen noch dieses Jahr erfolgreich abzuschließen.
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Der Freihandel soll Länder enger aneinander binden und für mehr Wachstum sorgen. Quelle: dpa
Freihandelsabkommen TTIP

Der Freihandel soll Länder enger aneinander binden und für mehr Wachstum sorgen.

(Foto: dpa)

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel dringt auf Fortschritte beim geplanten Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA. In einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe) sagte die CDU-Chefin, sie hoffe auf einen Abschluss noch in der Amtszeit von US-Präsident Barack Obama. „Denn ansonsten wird eine lange Pause eintreten.“ In den USA wird Ende 2016 gewählt. Obama darf nicht erneut antreten. Noch dieses Jahr sollten die Verhandlungen erfolgreich über die Bühne gehen, forderte Merkel.

„Mir ist es wichtig, dass der transatlantische Freihandel mit dem pazifischen Schritt hält“, ergänzte sie mit Blick auf die fortgeschrittenen Verhandlungen der USA mit Ländern wie Japan, Vietnam, Australien und Neuseeland. Der Freihandel soll Länder enger aneinander binden und für mehr Wachstum sorgen. Dies sei gerade für die exportabhängige deutsche Industrie bedeutend. „Die USA sind unserer wichtigster Handelspartner“, so Merkel. „Es ist im Interesse unserer Arbeitsplätze und unseres Wohlstands, den Handel mit den USA zu fördern und ihn nicht Wettbewerbern aus anderen Weltregionen zu überlassen.“

Mehrere Nichtregierungsorganisationen protestieren vehement gegen das geplante Abkommen und auch viele Politiker fordern transparentere Verhandlungen.

  • rtr
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