Freiheit, Verantwortung, Toleranz: „Marktwirtschaft hat Mängel - aber sie ist lernfähig“

Freiheit, Verantwortung, Toleranz
Gaucks Werte für Deutschland

„Marktwirtschaft hat Mängel - aber sie ist lernfähig“

Auch das Thema Wirtschaft geht Gauck aus dem Blickwinkel der Freiheit an. Auch Demokratie und Marktwirtschaft hätten Mängel, räumt Gauck zu. Sie bedürften der Verbesserung, doch im Gegensatz zu anderen Ordnungen bestünde diese Möglichkeit, weil es sich um ein „lernfähiges System“ handelt. In keinem anderen System seien Freiheit und Eigenverantwortung besser gestaltet worden. Gegenentwürfe, die das Kollektiv in den Vordergrund gestellt haben, hätten weniger Freiheit, weniger Lebensfreude, weniger Rechtssicherheit und weniger Wohlstand gebracht. „Und deshalb gibt es keinen Grund für den alt-neuen Versuch, eine neue Variante von Antikapitalismus in die politische Debatte zu bringen“, folgert Gauck.

Damit meint Gauck auch die weltweiten Proteste gegen Banken und Kapitalismus. Der Traum von einer Welt, in der man sich der "Bindung" der Geldmärkte entledigen könne, sei eine “romantische Vorstellung”, sagte Gauck bei einer Veranstaltung der Wochenzeitung "Die Zeit" im vergangenen Oktober. Die Protestbewegung "Occupy Wall Street" und ihre deutschen Pendants würden rasch verebben, sagte er voraus. Und er macht klar, dass er auch die Freiheit der Banken verteidigen will: “Ich habe in einem Land gelebt, in dem die Banken besetzt waren.”

Gauck schafft es, die Freiheitsfrage für alle essenziell zu machen, gar Begeisterung für Werte zu wecken, die hierzulande nicht mehr diskutiert werden. Er umreißt eine neue Art der Leitkultur, die nichts Deutschtümelndes hat: „Freiheit, Verantwortung und Toleranz können Grundlage einer globalen Leitkultur sein.“

Ab dem 18. März, wenn ihn die Bundesversammlung zum neuen Bundespräsidenten wählen wird, kann Gauck sich voll und ganz in den Dienst dieser neuen Leitkultur stellen - und versuchen vergessen zu machen, welchen Schaden sein Vorgänger Christian Wulff dem Präsidentenamt und der politischen Kultur Deutschlands zugefügt hat. Aber auch Gauck weiß, auf welch schwieriges Parkett er sich begibt. "Ich kann Sie nur bitten, die ersten Fehler gütig zu verzeihen und von mir nicht zu erwarten, dass ich ein Supermann und ein fehlerloser Mensch bin," schloss er seine Erklärung am Sonntagabend.

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Belesener und wortgewaltiger Freiheitskämpfer

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Kommentare zu " Freiheit, Verantwortung, Toleranz: Gaucks Werte für Deutschland"

Alle Kommentare
  • Gauck hatte den Stasi-Namen "Larve" und er ist nach Maßstäben seiner Behörde ein Täter und kein Opfer. Ein von der Stasi überprüfter und für gut befundener Täter, wie Stasi-Berichte über Gauck belegen.
    Die "Welt" hatte das Terpe-Papier bereits am 23. April 1991 publiziert und wir haben es auch noch nicht vergessen!!!

  • Herr Gauck hatte den Stasi-Namen "Larve" und er ist nach Maßstäben seiner Behörde ein Täter und kein Opfer. Ein von der Stasi überprüfter und für gut befundener Täter, wie Stasi-Berichte über Gauck belegen.
    Die "Welt" hatte das Terpe-Papier bereits am 23. April 1991 publiziert und wir haben es auch noch nicht vergessen!!!
    Gauck ist der sichere Untergang von Deutschland – er wird den kriminellen ESM-Vertrag (der Name ist die größte Lüge: „Europäischer Stabilitätsmechanismus“) unterschreiben.
    Herr Gauck gibt an, dass sein Vater, ein Kapitän zu See, wegen Spionage vom sowjetischen Staatssicherheitsdienst verhaftet worden sei und diese sog. Unrechtstat sein Leben geprägt hat. Aus russischen Quellen, auch früheren DDR-Quellen verlautet aber, dass sein Vater wegen Kriegsverbrechen während der Nazi-Zeit 1950 verhaftet und verurteilt wurde, dann vorzeitig begnadigt wurde und anschließend in der DDR passabel lebte.
    Erscheinungsdatum des Originalartikels: 30/06/2010
    Artikel in Tlaxcala veröffentlicht: http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=376
    Ich denke Frau Beate Klarsfeld wird es herausfinden!!!

  • Bevor Ihr alle weiterlobt, mal nach "IM Larbe" googeln
    Wenn da auch nur ein Zipfelchen Wahrheit dran ist, dann ist er nicht tragbar

  • Heute gab es etliche negative Einlassungen zu Gauck zu hören. In der ehemaligen DDR ist man gar nicht so gut auf ihn zu sprechen.

    Die Jusos ließen gar verlauten, man würde sich, auch die SPD, noch wundern, wenn man sich da ins Boot geholt habe.

    Schorlemer, auch Pfarrer und Bürgerrechtler, betonte,
    Gauck habe sich bisher im Wesentlichen mit dem Freiheitsbegriff beschäftig, was fehle würde wäre, sich nun auch mit dem Begriff der Gerechtigkeit zu beschäftigen.

    Von anderer Seite wurde er als Neokonservativer eingeordnet.

    Es wäre schon interessant, mal zu erfahren, welche Gründe bei Merkel gegen seine Wahl vorlagen. Ob wir das jeh erfahren?

    Na dann mal tau mit dem netten "Präsidenten der Herzen"

  • Für mich hat Gauck etwas mit Inspektor Columbo gemeinsam. Während die Zuschauer den Mörder von Freiheit und Demokratie bereits kennen, tappt Gauck noch im Dunkelen. Hoffen wir (für uns alle), dass er, wie Inspektor Columbo, Erfolg hat.

  • Interessant wird es wie er sich zu dem kriminiellen ESM positioniert.

  • Gauck ist doch schon im Club:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,816445,00.html

  • So, und nun entspannen wir uns wieder bei einem Gedicht von Wilhelm Busch:

    Es stand vor eines Hauses Tor
    Ein Rößlein mit gespitzten Ohr,
    Der käute sich sein Bündel Heu
    Gedankenvoll und still entzwei.
    Nun kommen da und bleiben stehn
    Der naseweisen Buben zween,
    Die auch sogleich, indem sie lachen,
    Verhaßte Redensarten machen,
    Womit man denn bezwecken wollte,
    Daß sich das Rößlein ärgern sollte.
    Doch dieser hocherfahrne Greis
    Beschrieb nur einen halben Kreis,
    Verhielt sich stumm und zeigte itzt
    Die Seite, wo der Wedel sitzt.

  • Ob er das auch weiterhin tut, bleibt abzuwrten.
    Vielleicht findet er nun auch, dass der Islam zu Deutschland gehört
    Mir ist Gauck ein wenig zu selbstverliebt und auch ein wenig manipulativ. Er will, genau wie Grünen, ein angepaßtes Volk was pariert
    In ihm stecken mehr als 60 Jahre DDR und in seinem Alter ändert man sich nicht mehr

  • Seine Heimatstadt Rostock will ihn nicht zum Ehrenbürger machen.
    Das muß doch Gründe haben.
    Mir wurde Gauck zu sehr nach oben gepuscht, vorrangig von der Presse und da bin ich immer ein bißchen vorsichtig. Da wir ja fast nur noch Systempresse haben
    Ich glaube, die SPD und die Grünen haben sich keinen Gefallen getan ihn so sehr zu nominieren, denn Gauck ist auch gegen den Sozialstaat
    Und ich habe fast das Gefühl, Gauck ist genau so machtgeil wir Merkel.
    Andere hätten sich wohl kein zweites Mal aufstellen lassen.
    Denn letztendlich ist er doch nur ein Verlegenheitskandidat und zukünftiger Präsident, nachdem einige honorige Männer von Format (Voßkuhle, Lammert) abgewunken haben
    Warten wir es ab

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