Freiwillige vor
Bundeswehr sorgt sich um zu wenig Nachwuchs

Die Bundeswehr zeigt sich besorgt, dass mit der Umstellung der Streitkräfte von Wehrpflichtigen auf Freiwillige der Nachwuchs ausgeht. Bleibt es bei der bisherigen Resonanz, sind Lücken bei den Streitkräften absehbar.
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BerlinWenn Ende Juni die 12.000 im Januar einberufenen Gundwehrdienstleistenden wieder gehen, könnte es „tatsächlich ein Problem geben“, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Berlin. Daher sei eine millionenschwere Werbekampagne für Mannschaftsdienstgrade geplant und im Radio bereits gestartet worden.

Derzeit gibt es gerade mal 7.000 Interessenten für einen solchen Freiwilligendienst, obwohl in den vergangenen Wochen alle 160.000 jungen Männer angeschrieben wurden, die ihre Schule beendet haben und bereits gemustert sind. Doch seit dem 1. März werden eben keine Rekruten mehr eingezogen, sondern nur noch Freiwillige zum Dienst herangezogen.

Die Resonanz ist bislang überschaubar: Zum 1. März konnten 1.255 Freiwillige einberufen werden. Neben 875 Grundwehrdienstleistenden, die sich für einen sechsmonatigen Wehrdienst entschieden haben, kamen 380 freiwillig Wehrdienstleistende. Sollte dieser Trend bei den nächsten Einberufungsterminen am 1. April und 1. Mai anhalten, wird um die Einsatzfähigkeit ganzer Einheiten gefürchtet.

Kritik kommt deshalb vom Deutschen Bundeswehrverband, nach dessen Auffassung die Umstellung viel zu früh erfolgte. Denn noch ist das Wehrrechtsänderungsgesetz, mit dem die Wehrpflicht ausgesetzt wird und das die Anwerbungsprämien regelt, nicht im Bundestag beschlossen. Noch existiert das Attraktivitätsprogramm mit seinen 82 Maßnahmen nur auf dem Papier. Von einem „Scherbenhaufen“ ist die Rede, die Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hinterlassen habe.

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  • @margrit117888
    Margrit.. DU hast sicherlich nichts mit aufgebaut, sondern setzt DICH ins gemachte Nest..
    Außerdem waren Gebildete wie Ungebildete in der NVA, da es bis zuletzt eine Wehrpflicht gab. Und geschossen hat man nur auf Flüchtige wie die BRDler auf afghanische Kinder. Kennst du nicht den Ausgang der "friedlichen Revolution"? Nichts war passiert..
    Es sind nicht die Ex-DDRler, die die Demokratie zerstören, sondern Antidemokraten wie du, die sich ein vereinfachtes Weltbild mit BILD, RTL und Co. verschaffen. Sowas gab es in der DDR - zum Glück - nicht!

  • Ein weites Feld für Spekulationen.
    Seehofer-er wurde ihm zu stark und drohte ihn auszustechen
    Merkel-sie fürchtet einen Konkurrenten Kanzlerkadidatur 2013
    SPD-Kreise
    ausländische oder inländische Geheimdienstkreise
    "Freude" von der Atlantikbrücke

    wie gesagt-ein weites Feld

  • Mich würde dringend interessieren, wer wirklich hinter dieser Hetzjagd gegen zu Guttenberg steht. Vielleicht sogar Merkel selbst? Er war ihr zu beliebt und das kann diese Frau nicht dulden.

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