Freiwilligendienst
Immer mehr Silver-Bufdis

Eigentlich war der Bundesfreiwilligendienst als eine Art Ersatz für Bundeswehr- und Zivildienst gedacht. Doch immer mehr "Bufdis" sind 50 Jahre alt oder älter. Die Plätze werden knapp; die Caritas dringt auf Aufstockung.
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Frankfurt/MainMehr als 10.000 der insgesamt knapp 50.000 Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst waren Ende Januar älter als 50 Jahre - das geht aus einer aktuellen Statistik des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben hervor. Caritas-Präsident Peter Neher wies in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" darauf hin, dass wegen des großen Interesses von Älteren inzwischen die Plätze für den Freiwilligendienst knapp würden.

Zwar ist die größte Gruppe der sogenannten Bufdis weiterhin mit rund 29.000 die der unter 27-Jährigen. Immerhin fast 9700 zählen aber zur Altersgruppe der 51- bis 65-Jährigen und fast 800 sind älter als 65.

Das Bundesamt hatte wegen des Mangels an Plätzen bereits Anfang Februar einen weitgehenden Einstellungsstopp verhängt, der bis September gelten soll. Danach sollen vorzugsweise jüngere Bewerber berücksichtigt werden. Betroffen sind allerdings nur die vom Bundesamt vermittelten Plätze bei Kommunen oder Vereinen, nicht Stellen bei den großen Sozialverbänden, die eigene Platzkontingente haben.

Neher forderte demgegenüber eine Aufstockung der staatlich finanzierten Freiwilligen-Plätze. Darüber würden auch bereits Gespräche geführt, "wie so häufig ist aber eine Aufstockung der Platzzahlen eine Frage des Geldes, und daran hapert es im Moment", sagte er der "FAS".

Dem Bericht zufolge bewerben sich vor allem in Ostdeutschland viele ältere Hartz-IV-Bezieher für den Freiwilligendienst. Neher werte dies als Indiz für dafür, dass dort "entsprechende arbeitsmarktpolitische Instrumente fehlen".

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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