Die Landesvorsitzende der Grünen in Bayern, Therese Schopper, sagte: „Das endgültige Aus für den Transrapid ist ein Riesenerfolg für die Grünen und alle Gegner des unsinnigen Projekts.“ Für die CSU-Spitze bedeute das Ende der hochfliegenden Pläne eine bittere Niederlage, sagte Schopper. Die Partei habe die Augen vor der Wirklichkeit verschlossen. Dafür habe sie jetzt eine Ohrfeige bekommen, von der ihr noch bei der Landtagswahl im Herbst die Ohren dröhnen würden.
Die Industrie und Handelskammer (IHK) München und Oberbayern und der bayerische Umweltminister Ottmar Bernhard (CSU) bedauerten dagegen das Ende des Projekts. Umweltminister Bernhard bedauerte dagegen das Aus für den Transrapid und erhob Vorwürfe gegen die beteiligte Industrie: Sie habe ein unseriöses Versteckspiel betrieben, denn den Unternehmen sei schon lange bewusst gewesen, dass der Transrapid bei einer Kostensteigerung von 50 Prozent nicht gebaut werden würde. Die Unternehmen hätten die Politik hingehalten, indem sie den Eindruck erweckt hätten, dass der Kostendeckel durch Einsparungen gehalten werden könne. Dies stelle ihre Verlässlichkeit als Partner der Politik infrage.
Die IHK befürchtet erhebliche Nachteile für den Wirtschaftsstandort München und Bayern durch das Scheitern des Transrapids. Jetzt müsse schnellstmöglich geklärt werden, wie eine andere Verkehrsanbindung des Flughafens realisiert werden könne.

