0 Bewertungen
27.03.2008 

Die Landesvorsitzende der Grünen in Bayern, Therese Schopper, sagte: „Das endgültige Aus für den Transrapid ist ein Riesenerfolg für die Grünen und alle Gegner des unsinnigen Projekts.“ Für die CSU-Spitze bedeute das Ende der hochfliegenden Pläne eine bittere Niederlage, sagte Schopper. Die Partei habe die Augen vor der Wirklichkeit verschlossen. Dafür habe sie jetzt eine Ohrfeige bekommen, von der ihr noch bei der Landtagswahl im Herbst die Ohren dröhnen würden.

Die Industrie und Handelskammer (IHK) München und Oberbayern und der bayerische Umweltminister Ottmar Bernhard (CSU) bedauerten dagegen das Ende des Projekts. Umweltminister Bernhard bedauerte dagegen das Aus für den Transrapid und erhob Vorwürfe gegen die beteiligte Industrie: Sie habe ein unseriöses Versteckspiel betrieben, denn den Unternehmen sei schon lange bewusst gewesen, dass der Transrapid bei einer Kostensteigerung von 50 Prozent nicht gebaut werden würde. Die Unternehmen hätten die Politik hingehalten, indem sie den Eindruck erweckt hätten, dass der Kostendeckel durch Einsparungen gehalten werden könne. Dies stelle ihre Verlässlichkeit als Partner der Politik infrage.

Die IHK befürchtet erhebliche Nachteile für den Wirtschaftsstandort München und Bayern durch das Scheitern des Transrapids. Jetzt müsse schnellstmöglich geklärt werden, wie eine andere Verkehrsanbindung des Flughafens realisiert werden könne.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterBildergalerien

 

zurück vor
  • Steinmeiers Freunde und F...

    Steinmeiers Freunde und Feinde

    Alles läuft auf ihn zu: Frank-Walter Steinmeier könnte die SPD bei der Wahl 2009 anführen. Doch nicht alle führenden Genossen sind ihm wohl gesonnen. Wie jeder Politiker hat auch Steinmeier parteiinterne Gegner und Unterstützer. Seine Freunde und Feinde im Überblick. Bildergalerie 

  • „Datendieben den Garaus m...

    „Datendieben den Garaus machen“

    Auf einem Gipfeltreffen, das heute in Berlin stattfindet, suchen die Bundesregierung und Verbraucherverbände Wege, den illegalen Handel mit Kundendaten einzudämmen. Unternehmen fürchten das Verbot und warnen vor zu viel Regulierung. Einen Kompromiss zu finden könnte sc...Bildergalerie 

  • McCain begeistert die Rep...

    McCain begeistert die Republikaner

    Hurrikan Gustav und eine Schwangerschaft wirbelten den Parteitag der Republikaner durcheinander. Doch Vizekandidatin Palin begeisterte trotz des Familien-Skandals. Das Parteitreffen rundete dann John McCain mit einer umjubelten Rede ab.Bildergalerie 

  • Krönung und Konfetti

    Krönung und Konfetti

    Der Parteitag der Demokraten ist im vollen Gang. Die Show in Denver soll Begeisterung und Siegesgewissheit vermitteln. Es geht darum, die Herzen der Amerikaner zu gewinnen. Bildergalerie 

 

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Mac bleibt Mac - aber reicht das?  Artikel in Merkliste

05.09.2008 von Georg Watzlawek

John McCain ist sich bei seiner Abschlussrede auf dem Parteitag der Republikaner treu geblieben. Auf direkte Angriffe auf seinen Konkurrenten Barack Obama verzichtet er. Allerdings auch auf jeden konkreten Verweis, wie er seine Lebenserfahrung zum Wohle der Amerikaner im Inneren einsetzen will. Kommentar