Friedenspreis für den Bundeskanzler
Schröder: Übergriffe gegen Minderheiten in Deutschland ächten

Übergriffe gegen Minderheiten müssen in Deutschland weiter konsequent geächtet werden. dazu hat Bundeskanzler Gerhard Schröder am Dienstag in Berlin aufgerufen.

HB BERLIN. Bundeskanzler Diejenigen müssten entschieden bekämpft werden, die andere wegen ihrer Hautfarbe oder ihrer Religion attackierten, sagte er bei der Entgegennahme des Heinrich-Albertz-Friedenspreises der Arbeiterwohlfahrt. Der Kanzler zeigte sich in seiner Rede erleichtert darüber, dass die von ihm eingeleiteten Reformen keine „nennenswerten Auseinandersetzungen auf der Straße“ ausgelöst hätten. Dies zeige, dass das demokratische System in Deutschland intakt sei.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, erinnerte an den von Schröder nach einem Sprengstoffattentat auf die Düsseldorfer Synagoge im Jahr 2000 ausgerufenen „Aufstand der Anständigen“. Dieser Appell habe positive Wirkung gehabt, sagte Spiegel in seiner Laudatio im Schöneberger Rathaus. Dazu gehörten die vom Bund aufgelegten Programme gegen den Rechtsextremismus und die Einrichtung von Opferberatungsstellen. Der AWO-Vorsitzende Wilhelm Schmidt begründete die Preisverleihung an Schröder auch mit dessen Ablehnung des Irak-Kriegs. Benannt ist der Preis nach dem früheren Regierenden Bürgermeister Berlins, Heinrich Albertz, der von 1949 bis 1964 auch AWO-Bundesvorsitzender war.

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