Friedrich Merz: „Spiele nicht den Lafontaine auf der anderen Straßenseite“

Friedrich Merz
„Spiele nicht den Lafontaine auf der anderen Straßenseite“

Ex-Unions-Fraktionschef Friedrich Merz verfolgt nach eigenen Aussagen keinerlei Pläne, eine konservative Splitterpartei rechts der CDU zu gründen. In Anspielung auf Oskar Lafontaines Bruch mit der SPD und der Gründung der Linkspartei dementierte Merz entsprechende Ambitionen. Mit Kritik an der CDU sparte er jedoch nicht.
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HB BERLIN. Der ehemalige CDU/CSU-Fraktionschef Friedrich Merz hat der Gründung einer rechtsbürgerlichen Protestpartei eine Absage erteilt. "Ich spiele nicht den Lafontaine auf der anderen Straßenseite", sagte der CDU-Politiker der Wochenzeitung "Die Zeit".

Damit bezog sich Merz auf den früheren SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine, der später Chef der Linkspartei wurde. Die gegenwärtige CDU-Führung um Kanzlerin Angela Merkel kritisierte er scharf. Die CDU sei "noch nie so beliebig und orientierungslos wie heute" gewesen.

Der als konservativ geltende baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) forderte ebenfalls ein klareres Erscheinungsbild von seiner Partei. Ein unscharfes Profil vertreibe Wähler. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) warnte seine Partei vor populistischen Tendenzen. In der Union ist nach dem angekündigten Rückzug der Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach aus dem CDU-Vorstand eine Debatte über das konservative Profil entbrannt.

Merz sagte zur Diskussion über die Gründung einer Partei rechts von der Union: "Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Volksparteien den Sinn haben, parteipolitische Radikalisierung zu verhindern, sie binden und integrieren zur Mitte." Jede bürgerliche Protestpartei würde automatisch solche Radikale anziehen. "Für ein größeres Problem als angeblich fehlende konservative Standpunkte halte ich es, dass die Partei sich zu oft nicht festlegt und zu beliebig ist."

Mappus sagte der "Pforzheimer Zeitung": "Eine erfolgreiche Partei braucht ein erkennbares Profil. Dieses Profil gilt es zu schärfen, nicht zu verwischen." Wer dies nicht in ausreichendem Maße tue, riskiere die Abkehr von Wählern. Entscheidend sei, "dass die Volkspartei CDU von der Mitte bis zur demokratischen Rechten alles abdecken muss, sonst hat sie auf Dauer keine Mehrheit".

De Maizière sagte der "Zeit", die Union müsse Unzufriedenheit in der Bevölkerung wahrnehmen und dagegen arbeiten. "Wir dürfen diese Unzufriedenheit aber nicht verstärken. Bloßes Nachplappern der Thesen von Herrn Sarrazin - das wäre ganz falsch." Der bisherige Bundesbank - Vorstand Thilo Sarrazin hatte mit Thesen über mangelnde Integration eine heftige Debatte in Gang gebracht.

Merkel will nach Berichten von "Spiegel Online" und "Zeit" am 4. Oktober in Berlin das neue Buch des ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) vorstellen. Das Buch trägt den Titel "Konservativ - Ohne Werte und Prinzipien ist kein Staat zu machen!". Auf Kochs Internet-Homepage wird es als "Abschiedsgeschenk und politisches Manifest zugleich" angekündigt. Der Ex- Ministerpräsident wolle eine Debatte anstoßen.

Kommentare zu " Friedrich Merz: „Spiele nicht den Lafontaine auf der anderen Straßenseite“"

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  • Schade, wäre ein guter Mann u. hätte auch das nötige Profil/Charakter! Hoffentlich überlegt er es sich nochmal! Meine Stimme hätte er sofort!!!!

    @Morchel
    ihre Ausdrucksweise als auch Grammatik lassen doch sehr auf ein vermindertes bildungsniveau schließen.
    Mehr als beleidungen scheinen Sie ja nicht zu bieten zu haben. Daher wundert es mich auch nicht das Sie mit Volksverrätern wie Hr. Lafontain sympathisieren. Ganz davon mal abgesehen das Lafontains Schuhe mit Sicherheit Hr.Merz eh viel zuwider wären.
    ich hoffe meine etwas länger geratene Antwort überfordert Sie jetzt nicht beim lesen.

  • @Merz,Lafo seine Schuh sind dir drei nummern zu gross,er bist du überhaupt,zeig deine Hände schwielen oder Nivea gepflegt ? es wird rauher das bringt die umverteilung so mit sich wenn ,ihr klugen experten so mal schnell was an die wand fahrt,wer solls richten du sonnenschein könig?der steuerzahler zeig her deine lösungen mit den geld deines klientels,parteigründung du witz der geschichte

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