Frühere Anhänger sind nachdenklich geworden
In der SPD beginnt Streit um die Wehrpflicht erst

In der parteiinternen Debatte der SPD um die Wehrpflicht werden mittlerweile auch frühere Verteidiger wie der niedersächsische Franktionschef Sigmar Gabriel unsicher.

Handelsblatt: Herr Gabriel, kann sich die SPD einen Dauerstreit um die Wehrpflicht leisten?

Gabriel: Wieso Streit? Bisher erlebe ich eine ausgesprochen sachliche Diskussion quer durch alle Teile der Partei.

Die Union hat durch ihr Endlos-Gezänk um die Gesundheitspolitik massiv an Sympathie bei den Bürgern verloren.

Dieser Gefahr würden wir uns bei der Wehrpflicht nur aussetzen, wenn wir die Debatte personalisieren. Wenn die Verantwortlichen die Debatte aber laufen lassen, ist sie nicht sehr groß.

Hätten also Parteichef Franz Müntefering und der Bundeskanzler besser nicht so deutlich für den Erhalt aussprechen sollen?

Ich plädiere generell für Zurückhaltung.

Und der kleine Koalitionspartner, der die Abschaffung will, kann sich ein Jahr lang als der wahre Modernisierer profilieren?

Ich glaube kaum, dass sich die Grünen sich hier als Reformmotor darstellen können. Denn der Bevölkerung wird zunehmend klar, das die Debatte eine sehr schwierige ist und weder entlang der Partei-Grenzen verlaufen kann noch in ein schwarz-weiß-Schema passt.

Aber nach jüngsten Umfragen ist eine deutliche Mehrheit der Deutschen für die Abschaffung.

Auch bei der Agenda 2010 war anfangs eine große Mehrheit dagegen, mittlerweile stehen die Deutschen mehrheitlich hinter den Reformen des Kanzlers.

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