Früherer Ministerpräsident
Hans Filbinger ist tot

Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Hans Filbinger ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Der CDU-Politiker war wegen seiner Mitwirkung an Todesurteilen bei NS-Kriegsgerichtsverfahren umstritten.

HB STUTTGART. Filbinger starb am Sonntag in seinem Haus in Freiburg, bestätigte die Landesregierung am Montag in Stuttgart. Filbinger hatte das Land von Ende 1966 bis August 1978 regiert.

Wegen seiner Tätigkeit als Marinerichter am Ende des Zweiten Weltkrieges war Filbinger von seinem Amt zurückgetreten. Er selbst hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen und von einer politisch gesteuerten Rufmordkampagne gegen ihn gesprochen.

Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) würdigte Filbinger als „herausragende, prägende Persönlichkeit“ für das Land. Bis zuletzt hatte Filbinger als Ehrenvorsitzender der Südwest-CDU an wichtigen Parteiveranstaltungen teilgenommen. So saß er noch beim CDU-Landesparteitag Ende Oktober vergangenen Jahres in Pforzheim im Präsidium. „Ich blicke nicht zurück im Zorn“, hatte er im Sommer 2003 bei seinem 90. Geburtstag zu den Vorgängen um seinen Rücktritt gesagt.

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