Früherer Ministerpräsident Klimmt angeblich in Betrugsfall verwickelt
Ermittlungen gegen Ex-Bundesminister

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den früheren saarländischen Ministerpräsidenten Klimmt wegen Verdachts der Vorteilsnahme. Am Donnerstag wurde das Privathaus des SPD-Politikers durchsucht.

HB BERLIN.

Der frühere Bundes-Verkehrsminister Reinhard Klimmt ist möglicherweise in einen Betrugsfall verwickelt. Gegen den SPD-Politiker werde derzeit wegen des Verdachts der Vorteilsnahme ermittelt, wie die Staatsanwaltschaft Bochum bestätigte.

Laut Angaben des Oberstaatsanwalts Hans-Ulrich Krück gab es am Donnerstag im Saarbrücker Privathaus Klimmts eine Durchsuchungsaktion der Bochumer Ermittler.

Hintergrund ist ein Betrugsverfahren gegen Bochumer Geschäftsleute. Bei den Ermittlungen sei eine angebliche Zahlung an Klimmt aufgefallen. Es handelt sich laut einem Bericht der «Saarbrücker Zeitung» um rund 10.000 Euro, die 1999 bezahlt worden sein sollen. Klimmt habe dazu gesagt: «Das ist ein haltloser Verdacht, ich habe nichts zu verbergen. Ich habe alle Unterlagen zur Verfügung gestellt.»

Der Bochumer Oberstaatsanwalt Krück machte zum Stand der Ermittlungen am Freitag keine näheren Angaben. Laut Zeitung bestätigte die Saar-SPD, im August 1999 sei eine Parteispende von 20.000 Mark (10.225 Euro) von einem der Geschäftsleute, gegen die in Bochum ermittelt wird, «ordnungsgemäß gebucht» worden.

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