„Frühjahrsoffensive“
Westen soll mit den Taliban verhandeln

Nach einem gewaltreichen Wochenende in Afghanistan äußern sich Politiker von Grünen und FDP zur Verantwortung Deutschlands. Gefordert werden Verhandlungen und Schutz für afghanische Mitarbeiter der Bundeswehr.
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BerlinNach den jüngsten Angriffen in Afghanistan unter anderem auf die deutsche Botschaft in Kabul haben Politiker von Grünen und FDP erneut Verhandlungen des Westens mit den Taliban gefordert.

„Man muss mit allen Taliban-Gruppierungen reden, die verhandeln wollen“, sagte der Grünen-Verteidigungspolitiker Omid Nouripour der „Rheinischen Post“. „Das Gesprächsangebot muss dringend auf dem Tisch bleiben.“ Auch die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP, Elke Hoff, sagte: „Natürlich müssen der Westen und die afghanische Regierung mit den Taliban verhandeln. Das Problem ist, dass die Taliban keine einheitliche Bewegung darstellen.“

Verteidigungspolitiker von SPD und Grüne forderten zudem, afghanischen Mitarbeiter der Bundeswehr nach deren Abzug 2014 notfalls in Deutschland aufzunehmen. „Ich sehe eindeutig eine Verantwortung Deutschlands, den afghanischen Mitarbeitern der Bundeswehr bei uns Schutz zu gewähren, wenn sie in Afghanistan gefährdet sind“, sagte der SPD-Abgeordnete Rainer Arnold, der „Mitteldeutschen Zeitung“.

„Man kann sie nach dem Abzug nicht einfach sich selbst überlassen. Das wäre unmenschlich.“ Der Grünen-Politiker Nouripour sagte der Zeitung: „Nicht nur die Übersetzer sind in Lebensgefahr, wenn die Bundeswehr raus ist, sondern auch die Fahrer.“

Die Bundesregierung müsse dringend sagen, was sie mit ihnen vorhabe. „Den größten Schutz hätten diese Menschen, wenn sie nach Deutschland kämen.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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