Deutschland
Führende Ökonomen begrüßen Hartz-Kompromiss

Führende Wirtschaftswissenschaftler haben gegenüber dem Handelsblatt (Freitagausgabe) die Einigung von Regierung und Bundesrat zu der Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe (Hartz IV) begrüßt.

BERLIN. Wolfgang Franz, ZEW-Chef und Mitglied des Sachverständigenrates: "Die wichtigste Nachricht ist, dass eines der wichtigsten Reformvorhaben der Bundesregierung umgesetzt wird. Nun sind die Tarifparteien aufgerufen durch eine Spreizung der Lohnstruktur im Niedriglohnsektor die Voraussetzungen für die dringend benötigten Arbeitsplätze zu schaffen. Die Experimentierklausel ist gut, weil es strittig ist, wo die Betreuung am besten wäre."

Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo-Instituts: "Es ist gut, dass es endlich bei Hartz IV voran geht. Die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe und die Verbesserung des Hinzuverdienstes sind gute Elemente. Der Bereich des hundertprozentigen Transferentzugs liegt aber nun in einem Einkommensbereich, in dem sehr viele Geringverdiener arbeiten. Sie werden merken, dass sie kaum weniger verdienen, wenn sie nur noch die Hälfte der Zeit arbeiten. Ihnen wird die Lust am Arbeiten vergehen."

Klaus Zimmermann, Präsident des DIW: "Ich bin erleichtert: die wichtigste Reform der Bundesregierung ist mutig und weitgehend. Besser wäre es noch gewesen, wenn die Verantwortung klar in einer Hand läge - bei den Kommunen oder bei der Bundesagentur."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%