Führungsgremien tagen in Frankfurt
Unmut in der hessischen SPD wächst

Nach dem gescheiterten Linksschwenk der hessischen SPD wächst in der Partei der Unmut angesichts der schwierigen Lage. SPD-Vorstandsmitglied Hermann Scheer kritisiert die Abgeordnete Dagmar Metzger und schließt sogar ein Parteiausschlussverfahren nicht aus. Aber auch die hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti und SPD-Chef Kurt Beck stehen unter Beschuss.

HB WIESBADEN. SPD-Vorstandsmitglied Hermann Scheer forderte ebenso wie der Vorstand der Frankfurter SPD die Landtagsabgeordnete Dagmar Metzger auf, ihr Mandat niederzulegen. Scheer hält auch einen Parteiausschluss Metzgers für denkbar.

Metzger hatte sich einer Zusammenarbeit mit der Linken in Hessen verweigert und so Ypsilantis Pläne vereitelt, Ministerpräsidentin einer rot-grünen Minderheitsregierung zu werden. „Wer so weit geht, hat auch die Möglichkeit, sein Mandat zurückzugeben. Ich würde das für richtig halten“, sagte Scheer, der in einem Kabinett Ypsilanti Minister werden sollte, der „Passauer Neuen Presse“.

Zum Thema Parteiausschluss Metzgers sagte Scheer: „Es wird mit Sicherheit solche Bemühungen geben. Ich weiß nicht, welche Begründung dem widersprechen könnte.“ Er habe „null Verständnis“ für Metzger. „Es zur Gewissensfrage zu erklären, ob man die eigene Spitzenkandidatin wählt, geht zu weit. Das ist parteischädigend“, sagte Scheer. Ihr Direktmandat habe die Darmstädterin vor allem dem erfolgreichen Wahlkampf Ypsilantis zu verdanken. Auch der Vorstand der Frankfurter SPD stellte sich hinter Ypsilanti und verlangte wie Scheer von Metzger, ihr Mandat niederzulegen.

Aus der hessischen SPD-Fraktionsspitze kam derweil Kritik an der Vorsitzenden Ypsilanti und SPD-Chef Kurt Beck. Der Stellvertreter Ypsilantis im Fraktionsvorsitz, Jürgen Walter, kritisierte Beck: „Wir dürfen uns nicht wundern, wenn die SPD irgendwann bei 15 Prozent liegt,“ sagte er dem Magazin „Focus“.

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