Führungskrise
CDU-Urgestein Vogel kritisiert Merkels Kurs

Der ehemalige CDU-Spitzenpolitiker Bernhard Vogel fordert Parteichefin Angela Merkel auf, Führungsstärke zu zeigen. "Dazu gehört auch, nicht nur auf die Wähler zu hören", sagte Vogel dem Handelsblatt.
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BerlinDas CDU-Urgestein Bernhard Vogel kritisiert Kanzlerin Angela Merkel für ihren Kurs und begrüßt ausdrücklich die Grundsatzdebatte innerhalb der CDU. Er fordert die Parteichefin auf, an ihren Grundüberzeugungen festzuhalten. "Dazu gehört auch, nicht nur auf die Wähler zu hören, sondern zu führen und sie von als notwendig erkannten Zielen zu überzeugen", sagte Vogel im Gespräch mit dem Handelsblatt. Vogel, der mehr als 23 Jahre lange sowohl in Rheinland-Pfalz als auch in Thüringen Ministerpräsident war, kritisierte die Art und Weise, wie Parteichefin Angela Merkel Kurswechsel vornehme. "Ich empfehle, dass wir uns Zeit nehmen, nicht nur dringende Entscheidungen zu treffen, sondern sie länger und gründlicher zu begründen."

Als Beispiel nannte Vogel den Atomausstieg. Auch er sei lange Zeit für die Atomkraft gewesen und seit der Katastrophe von Japan dagegen. "Aber zugleich sollten wir in der Partei diskutieren, was das für die Zukunft bedeutet und welche zusätzlichen Lasten auf jeden Einzelnen zu kommen. So eine Diskussion können weder die Parteivorsitzende noch der Generalsekretär allein stemmen", sagte Vogel. Die Partei müsse mitgenommen werden. "Insofern ist die jetzige Debatte über Kurs und Inhalt zu begrüßen, und nicht zu beklagen", sagte Vogel. Zuletzt hatte Fraktionschef Volker Kauder verlangt, die Diskussion in internen Gremien der CDU zu führen und nicht in der Öffentlichkeit.

Vogel, der der 31 Jahre Mitglied des Parteivorstands war, begrüßte die mahnenden Worte seines Parteifreundes Erwin Teufel. Dieser hatte vor kurzem seine Partei aufgefordert, ihr Profil zu schärfen. "Diese Kritik sollte diskutiert und ernst genommen werden", sagte Vogel. "Wir müssen uns unseren Grundsätzen vergewissern und darüber diskutieren. Das christliche Menschenbild muss Kernelement der Politik der Union bleiben", forderte Vogel. Angesichts der zahlreichen Wortmeldungen der vergangenen Wochen sie es nur konsequent, auf dem Bundesparteitag im November nicht nur über die Grundsätze in der Bildungspolitik zu diskutieren. "Es ist sinnvoll, auch die Energiepolitik, die Europapolitik und anderes auf einem Parteitag zu diskutieren", sagte er.

Dr. Daniel Delhaes
Daniel Delhaes
Handelsblatt / Korrespondent

Kommentare zu " Führungskrise: CDU-Urgestein Vogel kritisiert Merkels Kurs"

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  • Hallo,
    im Ergebnis stellt sich für viele, sehr viele Bürger die Frage was denn schlimmer ist; das Geld wird aus der Linken oder der Rechten Tasche gestohlen. Pardon, gesetzlich legalisiert abgeschöpft!

  • Muß ich jetzt annehmen, dass Herr Vogel nen Vogel hat?
    So manche Einlassung in dem Beitrag läßt fast darauf schließen.
    Wer nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit ist, sollte lieber schweigen
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    Grundüberzeugungen festzuhalten. "Dazu gehört auch, nicht nur auf die Wähler zu hören, sondern zu führen und sie von als notwendig erkannten Zielen zu überzeugen"
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    Wie z. B. nicht nur auf die Wähler zu hören. Auf wen denn sonst in einer Demokratie?
    Davon abgesehen, hört Fr. Merkel gar nichta uf die Wähler, sondern sie macht Politik am Wählr vorbei und vor allem gegen die Wähler und gegen die Detuschen. Und Grundüberzeugungen hat Merkel gar keine, zumindest keine demokratischen
    Herr Vogel hat irgend etwas nicht richtig verstanden.
    Und von welchen Zielen soll uns Merkel denn überzeugen? Von ihrem Ziel aus ganz Deutschland eine 2. DDR zu machen?
    Also Herr Vogel, erst noch einmal in Ruhe nachdenken, dann schreiben.
    Da scheint Erwin Teufel aber doch mehr im Leben zu stehen.

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