Führungstreffen Wirtschaft
Trittin fordert Schuldenbremse für Banken

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hat im Kampf gegen die Finanz- und Schuldenkrise eine Schuldenbremse auch für Banken gefordert. Er will Banken über die bisher geplanten Vorgaben hinaus stärker in die Pflicht nehmen.
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BerlinBeim Führungstreffen Wirtschaft sprach sich der grüne Spitzenkandidat Jürgen Trittin für eine stärkere Bankenregulierung aus. „Es muss einen Preis haben, wenn einer immer größer wird“, sagte Trittin am Freitag in Berlin der „Süddeutschen Zeitung“. Sonst bekomme man das „too-big-to-fail“ Problem („zu groß zum Scheitern“) nicht in den Griff, wonach immer der Staat einspringen müsse bei maroden großen Finanzinstituten, sagte Trittin.

Er will die Banken über die bisher geplanten Vorgaben hinaus stärker in die Pflicht nehmen. Die Schuldenbremse müsse ein Mindestvolumen des risikogewichteten Eigenkapitals gemessen an den Schulden sichern - „damit niemand mehr seine Schulden schönrechnen kann“.

Der europäische Bankensektor sei bis heute nicht stabil. Bis heute gebe es keine hinreichende Regulierung, die verhindere, dass der Staat bei Banken und Versicherern in Schieflage einspringen müsse, sagte Trittin, der Spitzenkandidat der Grünen für die Bundestagswahl 2013 ist. Nötig sei auch ein europäischer Krisenfonds, der von der Finanzbranche finanziert werde.

Der Teufelskreis müsse durchbrochen werden, dass Bankschulden zu Staatsschulden würden und dadurch Staatsanleihen unter Druck gerieten. Eine Politik nur des Sparens und der Reformen stoße an politische und ökonomische Grenzen.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Führungstreffen Wirtschaft: Trittin fordert Schuldenbremse für Banken"

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  • Der Junge hat doch überhaupt keine Ahnung.

    Hat nicht auch er dem Rettungsschirm zugestimmt?

    Im Übrigen sollte ihm der Hinweis zukommen, dass die BaFin genau dafür zuständig ist, die Banken "einzubremsen" und deren "Chef" ist der Bundesfinanzminister.

    Es ist doch jedem klar, dass das Bankenproblem ein Problem der Staatsschulden und nicht das Problem mit Firmen- oder Privatkunden ist. Solange Banken für im Bestand befindliche Staatsanleihen kein Eigenkapital vorhalten müssen, solange die EZB den Banken faule Staatsanleihen abkauft, solange kann doch keiner erwarten, dass die Banken sich von diesem "Teufelszeug" fernhalten.

    Das wäre so, als wollte Trittin mit gutem Zureden dem Bär das Honig schlecken verbal verbieten wollen.

    Da sind Aktionen, sachgerechte Aktionen angesagt. Der Rettungsschirm war genau das Falsche. Und der Fehler lag bei ihm, bei seinen Kollegen

  • So kommt es mir auch vor!

  • Danke für das Bild. Das macht eine Kommentierung überflüssig.

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