Fünf Ausbaumaßnahmen angekündigt
Autobahnen werden auch privat ausgebaut

In Deutschland wird es künftig auch privatisierte Autobahn-Ausbaumaßnahmen geben. In Berlin teilte das Bundesverkehrsministerium mit, Verkehrsminister Manfred Stolpe habe angeordnet, dass fünf Autobahn-Ausbaumaßnahmen als Public-Private-Partnership (PPP) auf den Markt gebracht werden.

HB BERLIN. Bei diesen so genannten A-Modellen handele es sich um die A 8 in Bayern (Augsburg West - München Allach), die A 4 in Thüringen (AS Waltershausen - AS Herleshausen), die A 1/A 4 in Nordrhein-Westfalen (AS Düren - AK Köln Nord), die A 5 in Baden-Württemberg (AS Baden-Baden - AS Offenburg) und die A 1 in Niedersachsen (AD Buchholz - AK Bremer Kreuz).

„Damit ist ein wesentlicher Schritt für PPP im Straßenbau getan“, erklärte Stolpe am Freitag in Berlin einer Mitteilung zufolge. Bei der Betrachtung des Lebenszyklus der Straßeninfrastruktur erwarte der Minister aus den PPP-Projekten neben finanziellen Vorteilen vor allem auch zeitliche Gewinne und neue Impulse für Straßenbau, Betrieb und Erhaltung. Beim A-Modell übernähmen private Unternehmen Bau, Betrieb und Erhaltung eines Autobahnabschnitts und refinanzieren sich im Wesentlichen aus Einnahmen aus der Lkw-Maut, die auf den betreffenden Abschnitt entfallen.

Noch im März solle mit der A 8 das Vergabeverfahren für das erste Projekt gestartet werden. Die Vorbereitungen für das zweite Projekt A 4 in Thüringen liefen bereits. „Wir haben das ehrgeizige Ziel, alle fünf Projekte noch in diesem Jahr anzustoßen“, erklärte Stolpe. Der Abschluss des ersten Betreibervertrages und der erste Baubeginn werde für die zweite Jahreshälfte 2006 erwartet. Stolpe wertete dies auch als ein klares Signal an die Bau- und Bankenwirtschaft. Dort liefen bereits Vorbereitungen für die Teilnahme am Wettbewerb. Das Ministerium gehe von einem hohen Interesse der Wirtschaft an einer Teilnahme an den Pilotprojekten aus.

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