Fünf neue Bezirksleiter
Neue Köpfe bei der IG Metall

Bei der IG Metall dreht sich das Personalkarussell. Nach den beispiellosen Querelen um die Besetzung der Führungsspitze im Sommer 2003 mit dem „Tandem“ Jürgen Peters und Berthold Huber vollziehen sich die Wechsel an der Spitze der Bezirke aber vergleichsweise geräuschlos.

HB FRANKFURT. Innerhalb nur eines Jahres haben fünf von sieben Bezirksleitern aus unterschiedlichsten Gründen meist Jüngeren Platz gemacht - in der Häufung bislang einmalig. Hinter den beiden Vorsitzenden in Frankfurt sind die „Landesfürsten“ die mächtigsten Funktionäre der Gewerkschaft.

Den Anfang machte im vergangenen Herbst der wichtige IG-Metall- Bezirk Baden-Württemberg: Nachdem Bezirksleiter Berthold Huber (damals 53) als Zweiter Vorsitzender in die Gewerkschaftszentrale nach Frankfurt gewechselt war, wurde der 47 Jahre alte Tarifsekretär der Stuttgarter Bezirksleitung, Jörg Hofmann, sein Nachfolger. Kaum im Amt, hatte Hofmann mit der Metall-Tarifrunde Anfang 2004 schon alle Hände voll zu tun. Im Sommer kämpfte der neue Landeschef in vorderster Front, um bei Daimler-Chrysler allzu tiefe Einschnitte für die Beschäftigten abzuwehren.

Im Juni verabschiedete sich der Bezirksleiter von Berlin- Brandenburg-Sachsen, Hasso Düvel, im Alter von 59 Jahren in den vorzeitigen Ruhestand. Sein Rücktritt war schon lange erwartet worden, galt er doch als einer der Hauptverantwortlichen für den verlorenen Streik um die 35-Stunden-Woche in Ostdeutschland, der zur größten Krise in der Geschichte der IG Metall führte. Sein Nachfolger wurde völlig überraschend Olivier Höbel (47), der bis dato auch in der Gewerkschaft ein Unbekannter war. Im Bezirk steht er vor großen Herausforderungen: Seit Anfang 2003 hat die IG Metall in den drei Bundesländern rund 30 000 Mitglieder verloren.

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