Für Klimaschutz: SPD will Dienstwagenprivileg kappen

Für Klimaschutz
SPD will Dienstwagenprivileg kappen

Bislang können Firmen die Kosten für Anschaffung und Betrieb von Dienstwagen in Gänze von der Steuer absetzen. Geht es nach dem Willen der SPD, soll sich dies schon bald ändern. Begründung: Klimaschutz. Die Unternehmen sollen zum Umstieg auf umweltfreundlichere Modelle bewegt werden.

HB BERLIN. „Heute subventioniert die Allgemeinheit die Spritfresser“, erklärte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Kelber. „Wenn wir eine Obergrenze einführen, ist damit endlich Schluss.“ Die deutschen Autohersteller würden durch eine Verschärfung empfindlich getroffen, weil ein großer Teil der Mittel- und Oberklassenfahrzeuge als Dienstwagen verkauft wird.

Bislang können Firmen die Kosten für Anschaffung und Betrieb der Dienstwagen in Gänze von der Steuer absetzen. Kelber schlug nun in der „Berliner Zeitung“ vor, diese Betriebskosten nur noch in dem Umfang zu berücksichtigen, wie dies in etwa den neuen Zielwerten der Europäischen Union für den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids durch Autos entspricht. Bei Super würde dies einem Durchschnittsverbrauch von 5,5 Liter pro 100 Kilometer entsprechen.

Die Union protestierte gegen diesen Vorstoß. Das werde es mit der CSU nicht geben, sagte Finanzexperte Georg. Schon heute sei die Steuerbelastung für Fahrer größerer Pkw viel höher als für Fahrer von kleineren Autos. „Die Beimischung von Biokraftstoffen seit Anfang des Jahres 2007 liefert einen viel wichtigeren Beitrag zum Umweltschutz als die von der SPD geforderte faktische Steuererhöhung“, erklärte der Finanzexperte.

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Michael Meister, sagte, die Dienstwagenbesteuerung sei erst im vergangenen Jahr verschärft worden. Die Union wolle darüber hinaus keine weiteren Einschränkungen. Die Verschärfung betraf allerdings nur Selbstständige, die nachweisen müssen, dass sie ihren Dienstwagen auch überwiegend beruflich nutzen. Für Arbeitnehmer änderte sich dagegen nichts.

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