Fusion mit der WASG
Linkspartei rechnet mit Abspaltungen

Der Vize-Fraktionschef der Linkspartei, Bodo Ramelow, rechnet mit Abspaltungen sowohl in seiner Partei als auch bei der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) im Zuge der angestrebten Fusion. Kopfverbrechen bereitet Ramelow das nicht.

HB BERLIN. Zwar wolle man möglichst alle Mitglieder für die Bildung der neuen Linken gewinnen, sagte Ramelow der „Berliner Zeitung“. „Doch wenn ein Teil der WASG sagt, er macht nicht mit, oder ein Teil von uns sagt: Da ist uns aber zu wenig Marxismus drin, dann würde ich sagen: Tut mir Leid. Irgendwann muss man einen Strich ziehen und sagen, das ist es nun.“

Für Streit hatte vor allem der Berliner WASG-Landesverband gesorgt. Hier sträuben sich viele gegen eine Fusion mit der PDS und eine gemeinsame Liste zur Abgeordnetenhauswahl 2006. Ramelow sagte dazu, dies gefährde aber noch nicht die Fusion an sich. Jetzt gelte es, die Urabstimmung der Berliner WASG im Februar abzuwarten und um Vernunft zu werben.

WASG-Bundessprecher Klaus Ernst sagte am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur, es werde Gespräche geben. Zugleich warb er um Verständnis für seine Berliner Kollegen. „Die Frage ist, ob es Sinn macht, in einer Situation, die andere in dieser Stadt verursacht haben, in eine Regierung einzutreten, in der man eigentlich keinen Gestaltungsspielraum hat.“ Hier sei es eventuell sinnvoller, in einer starken Opposition „vielleicht mehr rauszuholen als in der Regierung“, betonte Ernst.

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