Fusion
WASG-Abweichler treiben Streit mit Linkspartei auf die Spitze

Nicht genug, dass einige Landesverbände der WASG partout nicht mit der Linkspartei.PDS fusionieren wollen - jetzt machen sie auch noch gegen den Fusionsbeauftragten der Gegenseite mobil: Bodo Ramelow, so ihr Begehr, möge zurücktreten.

HB NEUBRANDENBURG. Der WASG-Landesvorstand in Mecklenburg-Vorpommern, der bei der Landtagswahl im Herbst nicht zusammen mit der PDS antreten will, forderte am Dienstag die Ablösung Ramelows.

In der in Neubrandenburg veröffentlichten Erklärung begründete die WASG ihre Forderung damit, Ramelow habe „in seinen Äußerungen gegen WASG-Mitglieder und einige WASG-Landesverbände klar seine Abneigung gegen verschiedene linke Meinungen und Strömungen innerhalb der WASG öffentlich zum Ausdruck gebracht“.

Eine Parteineubildung oder ein politisches Bündnis dürften sich aber nicht an Fristen, vorgefertigten Meinungen und Appellen für ein eingeengtes Bündnis aus WASG und Linkspartei.PDS orientieren. Weder seien WASG-Mitglieder politische Naivlinge, Hansels noch Dogmatiker. Mit solchen Attacken oute sich Ramelow der WASG gegenüber als anmaßend und zeige wenig Wertschätzung für Meinungen jenseits des eigenen Horizonts.

Zugleich zeigte sich der WASG-Landesvorstand „verwundert“ über die „Schweigsamkeit“ des eigenen Bundesvorstandes zu den Verbalattacken des PDS-Politikers. Schließlich gehe es doch um eine gleiche Augenhöhe zwischen WASG und Linkspartei.

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