G20 und Sicherheitskonferenz Deutschland umgarnt die Trump-Regierung

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Bedeutung der deutschen Wirtschaft

Trump: „Ich bin die am wenigsten rassistische Person“

Doch nicht nur Kanzlerin und Vizekanzler wollen mit ihren Gesprächen mit Pence, Tillerson, US-Verteidigungsminister James Mattis und anderen hochrangigen amerikanischen Politikern einen Weg ins Weiße Haus finden. Im Bundeswirtschaftsministerium knüpft man unter der neuen Ministerin Brigitte Zypries auch Gesprächsfäden mit Senatoren und Ministern, die aus US-Bundesstaaten kommen mit starkem deutschem Unternehmensengagement.

Am Ende soll sich in Washington die Erkenntnis durchsetzen, wie wichtig die deutsche Wirtschaft für die USA tatsächlich sind und wie schädlich Abschottungstendenzen aus Übersee. Trumps Chef-Wirtschaftsberater Peter Navarro hatte vor Kurzem den Deutschen über die „Financial Times“ vorgeworfen, den seit längerem relativ niedrigen Eurokurs für Handelsvorteile auf Kosten der USA und seiner europäischen Partner zu nutzen. Zudem sei Deutschland eines der Haupt-Hindernisse für ein Handelsabkommen zwischen der EU und den USA. Deutschland verzeichnet im Handel mit den USA einen Überschuss von etwa 75 Milliarden Dollar (zum Vergleich: China – 367, Japan 69, Mexiko - 61 Milliarden Dollar).

Trump selbst hatte in einem Interview BMW wegen seiner Autoproduktion in Mexiko mit massiven Strafzöllen bei Kfz-Verkäufen in den USA gedroht. Auch Daimler und VW produzieren im benachbarten Mexiko, Siemens-Chef Joe Kaeser hat gerade weitere Millionen-Investments dort angekündigt. Parallel aber haben deutsche Firmen Milliarden in Fabriken in den USA investiert. Siemens setzt in den USA mehr ab als im heimischen Deutschland. Und mit Bayers Übernahme von Monsanto oder Siemens Kauf von Dresser-Rand setzen deutsche Firmen immer wieder auch Zeichen westlich des großen Teichs. Das alles soll nun – zusammen mit den Kontakten der Politik – Trump von seinem protektionistischen Kurs des „America First“ abbringen.

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32 Kommentare zu "G20 und Sicherheitskonferenz: Deutschland umgarnt die Trump-Regierung"

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  • „Deutschland umgarnt die Trump-Regierung“

    Der damalige deutsche Chefdiplomat hatte sich Anfang November 2016 an den alten Diplomatengrundsatz erinnert – den auch jeder Anfänger des Diplomatischen Dienstes kennt – „Werfe zuerst eine Handgranate in das Haus Deines Chefs, anschließend umgarne ihn. Wenn Du Honig besitzt, nimm einen Eimer mit“.

  • @Herr Tomas Maidan17.02.2017, 16:12 Uhr

    "Es wird Frank Walter Steinmeier sehr viele Sympathien bringen, dass er Donald Trump einen Hassprediger genannt hat. "
    Ja in Deutschland, ins Weisse Haus wird er nicht eingeladen.

    "Alle Leute, die ich kenne, fanden das exzellent von Steinmeier. Weiter so!"
    Die Leute die Sie kennen Herr Maidan, sind nicht massgebend.

    Wahrscheinlich haben auch die Grünen gejubelt, heute haben die 7 %.

  • Davon braucht man doch nicht abzulenken! Im Gegenteil: Es wird Frank Walter Steinmeier sehr viele Sympathien bringen, dass er Donald Trump einen Hassprediger genannt hat. Das trifft die Sache doch sehr gut. Und es zeigt, dass Deutschland nicht bereit ist, vor diesem Horrorclown zu kuschen. Alle Leute, die ich kenne, fanden das exzellent von Steinmeier. Weiter so!

  • @Herr Lee Rtasche17.02.2017, 15:57 Uhr

    "Was kann getan werden: Merkel und Steinmeier haben sich bei Trump zu entschuldigen - und dies aus diplomatischen Gründen."

    Es geht nicht um diese üblichen Entschuldigungen. Eigentlich sollten die beiden nach Amerika schwimmen, da haben sie auch viel Zeit über ihre Fehler nachzudenken, die benötigen nämlich viel Zeit.

  • @Herr Tomas Maidan17.02.2017, 15:34 Uhr

    Herr Maidan, heute redet niemand mehr über diese "Fachkräfte", die unsere Renten erarbeiten sollen, lag damals schon auf der Hand, dass die das nie können werden.
    Ich denke da mehr, an die vielen Dummköpfe und Bärenwerfer etc..
    Wo befanden Sie sich damals?

    Der gewisse Hans Olaf Henkel war zum Zeitpunkt der "großen Facharbeiter-Welle" schon in der AfD, er ist nicht deshalb eingetreten, heute nix mehr AfD - wo ist er überhaupt oder auch die Arbeitgeberverbände,
    wo sind sie geblieben?

  • ÄHNLICHE KOMMENTIERUNG

    Wie lenkt man davon ab, dass der Außenminister Steinmeier mitten im amerikanischen Wahlkampf dort, vor Ort, den potentiellen Kandidaten und tatsächlich gewählten 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten einen
    "HASSPREDIGER"
    nennt?
    Wie kann diplomatisch erklärt werden, dass die amtierende Bundeskanzlerin Deutschlands in ungeheuerlich überheblichen Art dem amerikanischen Präsidenten Verhaltensregeln der Weltpolitik vorgeben will?
    Zu diesem Artikel:
    Als ich klein war, bekam ich beim Brötcheneinkauf auf Bitte auch eine leere Brötchen-Tüte. Beim Lesen des Artikels haben wir leider nicht die Tüte mit frischen Brötchen in den Händen, sondern die leere
    Knalltüte.
    EINE KNALLTÜTE OHNE INHALT.

    Gegenüber der geostrategischen Planung und weltwirtschaftlichen Überlegungen der gewählten amerikanischen Regierung bleibt die bundesdeutsche Politik ein

    PFURZ AUF DER GARDINENSTANGE.

    Was kann getan werden: Merkel und Steinmeier haben sich bei Trump zu entschuldigen - und dies aus diplomatischen Gründen.
    Es wird beschädigend auf Deutschland zurückfallen, wenn die sich mehrenden Putschversuche innerhalb den Vereinigten Staaten anhalten werden.

    VORSICHT! - AMBERIKA WIRD ZUM PULVERFASS!

  • Also Meister Ramseyer, wenn Sie bei dem Wort "Fachkräfte" automatisch an die Flüchtlingswelle in Deutschland denken, dann haben Sie definitiv zu viele hetzerische Internet-Kommentaren gelesen.

    Kein Mensch hat ernsthaft behauptet, die Flüchtlinge wären Fachkräfte.

    Das übliche Gejaule der deutschen Arbeitgeberverbände, der Staat solle mehr für die Ausbildung zahlen, und nicht die Betriebe, dieser oft beklagte Fachkräftemangel, den sollte man nicht allzu ernst nehmen. Und a propos Arbeitgeberverband: Ein gewisser Hans Olaf Henkel hat sich dann auch sofort in die AfD gestürzt, um da diese Politik der schrillen Töne nach seinem Geschmack weiter machen zu können.

  • "Und der heutige Trump-Vize ist Fan des deutschen Dualen Ausbildungssystems, will die US-Industrie die deutsche Erfolgsstory für Fachkräfte lernen lassen."

    Beim Lesen des Artikels erschrak ich, als ich an die Stelle kam wo steht, "Erfolgsstory für Fachkräfte".
    Da musste ich an den September 2015 denken oder waren das andere "Fachkräfte"?

  • Nee, Russentroll, so geht Diktatur!

  • Nachtrag zu meinem Kommentar von

    Noch ein wichtiger Hinweis:

    Wem die Wirtschaft auch zu Hause eine sinnvolle Beschäftigung und ein auskömmliches Dasein bietet, der hat kaum einen Grund, sich zum Verlassen seiner vertrauten Heimat gezwungen zu sehen. Er wird dies dann wohl nur noch tun, um andere Länder besser kennenzulernen oder aber, um dort zu arbeiten, d.h. seine berufliche Erfahrung einzubringen.

    Vorausgesetzt, dass in der Heimat Frieden herrscht, natürlich.

    Was gerade dann (und eben deshalb), wenn die o.g. Voraussetzungen gegeben sind, aller Wahrscheinlichkeit nach der Fall sein dürfte.

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