G8-Nachlese
Käfig-Streit und die Zukunft des Zauns

„Zaun“ - das wohl meistgenannte Wort im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel. Der Hersteller des Bauwerks nutzt die Publicity und kündigt einen Weiterverkauf an. Währenddessen verklagen Globalisierungskritiker die Justiz, und Politiker fordern eine stärkere Überwachung von Autonomen.

HB ROSTOCK/BERLIN/HEILIGENDAMM. Für den nicht mehr benötigten Sicherheitszaun am G8-Gipfelort Heiligendamm gibt es nach Angaben der Herstellerfirma mehrere Interessenten. „Mit dreien sind wir in intensiven Gesprächen“, sagte der Geschäftsführer der Metall-Zaun- Stahlbau GmbH aus Bargeshagen, Frank Neumann, der „Schweriner Volkszeitung“. Darunter seien zwei Flugplätze. Die zwölf Kilometer lange und 2,50 Meter hohe „technische Sperre“ rund um Heiligendamm solle nun in Abstimmung mit den benachbarten Bauern demontiert werden. Laut Auftrag sei dafür bis zum 30. August Zeit.

Während des Gipfels habe der Zaun gehalten und damit seinen Zweck erfüllt, sagte der Chef des 20-Mann-Betriebs. „Ich bin zufrieden und froh, dass nichts passiert ist.“ Seit dem 30. Mai seien die Techniker in 24-Stunden-Bereitschaft gewesen. „In dieser Zeit sind wir zwei Mal zum Nachrüsten gerufen worden.“ Durch den viel beachteten Auftrag sei der Bekanntheitsgrad des Unternehmens gestiegen, sagte Neumann. Für neue Zaunbauten gebe es bereits Anfragen. Eine der überraschendsten sei von der Botschaft der Seychellen für einen Neubau in Deutschland gekommen.

Mit der technischen Ausstattung - Kameras und Bewegungsmeldern - hatte der G8-Zaun in Heiligendamm früheren Angaben zufolge rund 12,5 Millionen Euro gekostet.

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