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Gangsta-Rap-Video: Sohn blamiert Bayerns Innenminister Herrmann

Bayerns Innenminister Herrmann fordert eine harte Hand gegen Jugendliche und kämpft öffentlichkeitswirksam gegen Alkoholmissbrauch. Jetzt fällt ihm ausgerechnet sein eigener Sohn in den Rücken. In der Manier eines Gangsta-Rappers pöbelt dieser in einem Youtube-Video und prahlt mit seinem Alkoholkonsum.

Rapper "Jackpot": Der Sohn von Bayerns Innenminister entspricht nicht Vaters Ideal. Quelle: hb online
Rapper "Jackpot": Der Sohn von Bayerns Innenminister entspricht nicht Vaters Ideal. Quelle: hb online

DÜSSELDORF. Bayern ist eigentlich nicht dafür bekannt, große Töne spuckende Rapper hervor zu bringen. Die Vertreter der Hip-Hop-Spezies „Gangsta“ tummeln sich in der Regel, vollkommen klischeekonform, in Großstädten, Plattenbauten und Brennpunkten. Wenn dann doch ein junger Mann mit einer symbolischen brennenden Fackel durch die moralisch einwandfreien und staubtrockenen Straßen des CSU-Staats wandelt, ist das für sich schon Aufmerksamkeit wert.

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In Erlangen wächst und gedeiht ein junger Rapper, der sich selbst den Namen „Jackpot“ gibt. Er bewegt sich auf der Grenzlinie von Testosteron-Rausch und Realsatire, reimt, pöbelt und übt sich wie die großen Vorbilder in „krasser“ Sprache. Auf Facebook rühmt er sich mit seinem Alkoholkonsum, posiert mit einer riesigen Flasche Wodka und kündigt an, seine neueste Veröffentlichung ordentlich zu begießen. Die gibt es mittlerweile auch bei Youtube zu sehen.

Richtig ungewöhnlich ist das bis zu diesem Punkt noch nicht. Interessant wird es, wenn der Hintergrund des in gutbürgerlichen Verhältnissen aufgewachsenen jungen Manns ins Spiel kommt. Im richtigen Leben ist „Jackpot“ der Sohn von Joachim Herrmann – und der ist CSU-Politiker und amtierender bayerischer Innenminister.

Natürlich steht es jedem 18-Jährigen frei, wie er sich verhalten mag. Es wäre jedoch eigentlich logisch, wenn Herrmanns Spross besonders gut geraten wäre, durch höflichen Umgangston und Alkohol-Abstinenz als Positivbeispiel fungierte. Denn der Minister fordert genau das von der Jugend seines Bundeslands. So sprach er sich öffentlich für ein Gesetz aus, mit dem man den Alkoholkonsum in Parks, Fußgängerzonen und auf öffentlichen Plätzen verbieten kann.

Aufgedeckt haben die peinliche Verbindung zwischen dem Minister und seinem Rapper-Sohn nach Angaben des Mediendienstes Meedia die Abendzeitung und die Süddeutsche Zeitung, beide mit guten Verbindungen in die Beletage der Münchener Politik gesegnet.

Herrmann hat das Ganze noch nicht kommentiert, hätte aber im Fall des Falles ein nicht unerhebliches Imageproblem. Der Hardliner setzt sich nicht nur gegen Alkoholmissbrauch ein, sondern hat, so zitiert ihn Meedia, die Auswirkungen von Killerspielen mit denen der Kinderpornographie verglichen. Der Spagat zwischen Anspruch und Realität wird angesichts dessen überdeutlich.

  • 21.01.2011, 17:09 UhrAnonymer Benutzer: norbert

    interessant, daß da jemand den clip rausnehmen mußte

  • 20.01.2011, 23:17 UhrAnonymer Benutzer: Incognito

    Ungeachtet dessen welche Musik auch immer sein Sohn macht, so zeigt dies doch eins überdeutlich und zwar dass er nicht einmal sein Sohn im Griff hat, aber Hauptsache wieder die ganze Jugend beschützen wollen und unter Generalverdacht stellen. So einen HiNTERWÄLDER braucht nun wirklich niemand, genau wie die ganze CSU! in meinen Augen einer Partei die geradezu vor Jugend/-Fremdenfeindlichkeit sprüht!
    So sollte & darf einfach unsere Jugend nicht behandelt werden. Ständig werden neue Verbote erlassen. Dürfen wir irgendwann nicht einmal mehr unsere Notdurft verichten ohne uns mit dem Gedanken plagen zu müssen, ob wir nicht gegen ein Gesetz verstoßen haben?
    Gebt uns endlich unsere Freiheit zurück und versucht nicht ständig uns bürger zu entmündigen! Wir brauchen keinen "babysitter", auch wenn man das von Vielen meinen könnte (und dazu zähle ich jede Altersgruppe)!

  • 20.01.2011, 20:41 UhrAnonymer Benutzer: Blinse

    Scheiß Mucke! Tausendmal gehörter Sprechgesang. Leute, die nicht singen können, müssen halt rappen. Und ewig die gleichen Gesten. Seit -zig Jahren unveränderter Schrott. Erbärmlich!

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