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Ganz offiziell: Peer bloggt bald wieder

Der umstrittene PeerBlog ist Geschichte – verabschieden wird sich SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück aber nicht aus der Welt der Blogger. Seine Partei kündigt an, bald mit einem ganz offiziellen Peer-Blog zu starten.

Peer Steinbrück bekommt einen offiziellen Internet-Blog. Quelle: dpa
Peer Steinbrück bekommt einen offiziellen Internet-Blog. Quelle: dpa

BerlinNach der Einstellung eines von Unternehmern finanzierten Unterstützerblogs für Peer Steinbrück bereitet die SPD nun einen eigenen Internet-Blog für ihren Kanzlerkandidaten vor. Das teilte SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks am Freitag in Berlin mit. Parteichef Sigmar Gabriel versicherte, die SPD habe mit dem von einer Düsseldorfer Werbeagentur initiierten „PeerBlog.de“ nichts zu tun gehabt. „Manchmal kann man sich gegen Freunde nicht wehren“, sagte er.

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Gabriel bezeichnete die ganze Debatte darüber „Moralin gesäuert“. Er verwies darauf, dass es millionenschwere Initiativen gebe, bei denen die Unterstützer bis heute nicht bekannt seien. Als Beispiel nannte er die seit 2000 aktive „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“, die mit ihren neoliberalen Rezepten den Kurs von Union und FDP unterstütze.

Peer Steinbrück Es hat sich ausgebloggt

Die Unterstützer des SPD-Kanzlerkandidaten stellen die Internetseite ein.

Das „PeerBlog“ war nach Hackerangriffen am Donnerstagabend vom Netz genommen worden, teilte der Betreiber, der Düsseldorfer Medienberater Karl-Heinz Steinkühler mit. Der frühere „Focus“-Redakteur wollte mit dem Portal nach Vorbild des US-Wahlkampfs für Steinbrück bloggen. Angeblich hatten fünf Unternehmer dafür eine sechsstellige Summe zur Verfügung gestellt. Die Spender blieben anonym, was von Union, Grünen, Linken und Anti-Korruptionsgruppen kritisiert wurde. Der Bundestag hatte eine Prüfung angekündigt.

  • 09.02.2013, 09:01 UhrEnergieelite

    Peer bloggt bald wieder

    Darin werden uns dann die Vorzüge klar gemacht , die eine Steuererhöhung doch hat , dass es besser für den deutschen Michel ist , mit den EE abgaben ordentlich belastet zu werden , als ein Betreuungsgeld zu bekommen .
    Das es durchaus sein kann , dass der ein oder andere seine Energierechnung nicht mehr bezahlen kann und aus diesem Grund Strom und Gas abgestellt wird .
    Die Vorzüge des Genossen Steinbrück müssen natürlich auch entsprechend vergütet werden , das was der Kanzler heute bekommt ist dann nur ein Bruchteil dessen , was unser Steinbrück beansprucht .
    Es soll ihm schließlich gut gehen !!!!

    Wenn ihr ausgeplündert werden wollt müsst ihr rot/grün wählen , die haben es versprochen !!!

  • 08.02.2013, 22:53 Uhrexport

    Ich wäre mal gespannt was er zu der Osthoff - Sache zu sagen hat.Die gesamte Sache Stinkt noch Heute bis zum Himmel.Aber da herscht immer noch eisiges Schweigen.Wieiel Millionen sind da eigenlich in die Taschen des Steinbrück geflossen?

  • 08.02.2013, 20:19 Uhrhanwufu

    hmm ich finde es ein bisschen Schade wie Herr Steinbrück die Fettnäppchen jagt. Ich fand es eigentlich immer gut wie er frei nach Schnauze seine Meinung sagte. Seitdem er aber Kanzlerkandidat geworden ist, ist Herr Steinbrück garnicht mehr präsent.

    Herr Steinbrück ist einer der wenigen Politiker, den ich zutrauen würde mit mir ein Fachgespräch über Finanzmärkte der Gegenwart führen zu können. Er vertritt da Positionen, die ich als Privatperson für richtig halte, aber als voreingenommener Finanzmarktteilnehmer nur mit allen Mitteln torpedieren muss. Der Öffentlichkeit sollte klar sein, dass gute bzw. fähige Politiker mit etwas in der Hose, entsprechend viele und mächtige Feinde haben. Ich weiß, dass Herr Steinbrück von nicht wenigen sehr genau beobachtet wird, weil er als Gefahr wahrgenommen wird. Die Bevölkerung muss schon selber wissen, ob beliebte Duckmäusschen oder aneckende Typen ihre Interessen besser (bzw. weniger schlecht) vertreten.

    Noch ein Wort zur alten WestLB: Das war schon immer ein unheilbarer Sauhaufen. Wie eine Katze mit 7 Leben. Ohne die WestLB wäre die Politik wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen in den letzten Jahrzehnten irgendwelche Gesetze zur Regulierung der Finanzmärkte zu schreiben, weil die WestLB wirklich Bockmist in ihrer Geschichte machten, den man sich bis dato nie vorstellen konnte.

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