Garantie-Fonds
Investitionsbank sagt Griechen 1,4 Milliarden zu

Mit einer Milliarden-Spritze greift die Europäische Investitionsbank (EIB) den klammen Griechen unter die Arme. Das Geld soll in kleine und mittlere Unternehmen fließen – und so der Wirtschaft auf die Beine helfen.
  • 23

Athen Die Europäische Investitionsbank (EIB) will Griechenland bis 2015 gut 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, um der Wirtschaft des Krisen-Landes auf die Beine zu helfen. Die Gelder sollten in einen Garantie-Fonds für kleine und mittlere Unternehmen fließen, teilte die griechische Regierung anlässlich eines Besuchs von EIB-Chef Werner Hoyer mit. Zudem wolle die EIB Athen dabei unterstützen, eine Reihe von Autobahn-Projekten zu vollenden, deren Fertigstellung von den beteiligten Firmen vor dem Hintergrund der griechischen Schuldenkrise ausgesetzt worden war.

Eine Übereinkunft mit der EIB könne voraussichtlich in den nächsten Tagen unterzeichnet werden, sagte Finanzminister Giannis Stournaras in Athen. Der Garantie-Fonds für kleine und mittlere Unternehmen solle bis Januar zunächst 600 Millionen Euro erhalten, teilte er gemeinsam mit seinem für Entwicklung zuständigen Kollegen Kostis Chatzidakis mit. Die Summe solle Ende 2013 auf eine Milliarde Euro und bis 2015 dann auf 1,44 Milliarden Euro steigen.

Griechenlands Privatwirtschaft ist durch die seit fünf Jahren andauernde Rezession finanziell ausgetrocknet und bekommt wegen der Finanzkrise praktisch keine Kredite mehr. Im laufenden Jahr sind laut Stournaras von der EIB gerade einmal Kredite von zehn Millionen Euro nach Griechenland geflossen, nachdem das Land im Mai auch in eine schwere politische Krise stürzte und zwei Mal Neuwahlen abhalten musste, um eine handlungsfähige Regierung zu bestimmen.

Im April hatte es Spekulationen gegeben, dass die EIB in ihre Abkommen mit Griechenland "Drachmen-Klauseln" aufnehmen könnte - für den Fall, das Athen aus dem Euro ausscheiden muss. Stournaras betonte aber am Samstag, dass die Gelder an die Bank auf jeden Fall in Euro zurückgezahlt würden.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Garantie-Fonds: Investitionsbank sagt Griechen 1,4 Milliarden zu"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • PAPPERLAPAPP - GRIECHENLAND IST PLEITE!
    Lernen Sie auch - wie ich - täglich noch dazu? Was zu sehen ist, ist nicht Geldwaschen in wechselnden schmierigen Händen, sondern der Zauber der Magie Gelder zum Verschwinden zu bringen - ohne es zurückzaubern zu können. Die Magier Barroso, Rompuy und Juncker legen das Zaubertuch des Vergessens über anderer Leute Geld und (der Zaubertrick wird hier, exklusiv versteht sich, erklärt) unmittelbar an eine Bad Bank unsichtbar gemacht.

    Die Statuten der EIB sagen es doch: Man investiert
    LANGFRISTIGE FINANZIERUNG TRAGFÄHIGER INVESTITIONEN.

  • Noch eine Bank mit dem idiotischen Ansinnen, dem griechischen Mittelstand helfen zu können. Wir Nord-Europäer haben ganz sicher einen an der Waffel.

  • 1,4 Milliarden? LOL

    Wie niedlich, man hat sich schon so sehr an die grossen runden Zahlen gewöhnt.

    Bedauerlich nur, dass es mal wieder ein grosser Topf ist, der hier "investiert". Mit wirklich eigenem Geld macht das keiner mehr.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%