Gastbeitrag
Glos warnt vor Investitionsprotektionismus

In den USA, aber auch in Europa macht sich nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) ein neuer Investitions-Protektionismus breit. Die Politik solle sich aber strikt aus den Entscheidungen von Unternehmen heraushalten.

BERLIN. Glos schreibt in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt, Vorgänge wie die um die spanische Firma Endesa oder die Reaktion Luxemburgs auf die Übernahmepläne des britisch-indischen Stahlkonzerns Mittal dürften sich in Deutschland nicht wiederholen. Einzig das deutsche Außenwirtschaftsrecht sehe bei einer Beteiligung ausländischer Investoren bei Rüstungsunternehmen eine politische Mitbestimmung vor.

Innerhalb der EU bestünden immer noch unterschiedliche Auffassungen über das Verhältnis zwischen Staat und insbesondere den großen, prestigeträchtigen Unternehmen, schreibt Glos in dem Beitrag. Dadurch entstünden Wettbewerbsverzerrungen, die die Funktionsfähigkeit des Binnenmarktes beeinträchtigten. Glos fordert, dass die EU-Kommission solche Hindernisse abbaut. Darüber hinaus spricht sich der Bundeswirtschaftsminister dafür aus, die nationalen Volkswirtschaften für Investoren aus Schwellenländer offen zu halten. "Direktinvestitionen aus Schwellenländern fördern deren Integration in das Weltwirtschaftssystem, weil die Marktordnung der Industrieländer in den Heimatländern der Investoren rascher verstanden und aufgenommen wird", schreibt Glos.

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