Gastbeitrag „Der Euro darf nicht zum Spaltpilz in Europa werden“

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Wie die Demokratie untergraben wird

Zweitens müssen die Kosten, die ein Bürgerentscheid verursacht, auch bei den Bürgern auf der politischen Ebene (z.B. Gemeinde, Land, Bund) anfallen, die darüber entschieden haben. Was geschieht, wenn kleinere politische Einheiten den Eindruck bekommen, auf höherer Ebene überstimmt worden zu sein? Sie hätten ihrerseits wieder die Möglichkeit, sich durch einen Volksentscheid von der unerwünschten Politiklinie loszusagen. Dies einigt und befriedet eine Gesellschaft.

Stimmt man nämlich nur zum eigenen Vorteil auf Kosten anderer ab, kommt es vor, dass eine Mehrheit eine Minderheit ausbeutet. Dies führt auf der einen Seite zu verantwortungslosen Ausgaben. Auf der anderen Seite nimmt es die Anreize zu nachhaltigem Wirtschaften. Die Demokratie wird so untergraben. Dies ist auf Bundesebene beispielsweise durch den Länderfinanzausgleich der Fall. Auf EU-Ebene wird dieses Problem durch die Transferunion noch weiter verschärft.

Kurz: Direkte Demokratie löst den Konflikt zwischen dem Bürger als Auftraggeber (Prinzipal) und den Politikern, wie Regierenden als Auftragnehmer (Agenten). Die scheinbare Tragödie, dass Politik nicht dem Allgemeininteresse dienen kann, wird aufgelöst. Denn bei direkter Demokratie wird es Einzelnen erheblich erschwert ihre Interessen, auf Kosten der Mehrheit durchzusetzen. Umgekehrt gelingt es auch Mehrheiten kaum, die Demokratie dafür auszunützen, Minderheiten auszubeuten.

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30 Kommentare zu "Gastbeitrag: „Der Euro darf nicht zum Spaltpilz in Europa werden“"

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  • Das ist auch wieder so eine Binsenweisheit!

    1) Die DM galt zu zeiten, als das Wirtschaftswachstum noch als solches zu bezeichnen war. Bei Raten von über 5% ist die Inflation deutlich schwerer zu kontrollieren, als in den letzten 10 Jahren.
    2) Gilt das nur für die gesamte Eurozone - in der es aber ausgeleichende Effekte gab! Schauen Sie sich mal die Inflationsrate in Südeuropa in den letzten 10 Jahren, da werden sie blss (vor allem, weil dort die Inflation bei den Gehältern begann...)

    Aber es ist doch immer schön, wenn man sagen kann wie toll der euro ist, nicht wahr?

  • Prima, wenn die Briten das ganze Konstrukt blocken, dann knallt der Murks hoffentlich bald gegen die Wand.

    ESM-Video: http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0

  • Hy,

    die Tommys hintertreiben, behindern und blockieren seit Ihrem Beitritt alles, wann und wo es nur geht.
    Das geht schon seit den 60´er Jahren so,
    und schon vor EWG-Zeiten.
    Wir brauchen Sie nicht, Good bye!

  • Herr Schäffler,

    Sie sind ein wahrhafter Held, der sich dem irrwitzigen Meinungs-Mainstreaming widersetzt, der aus dem Euro eine Staatsreligion namens Eurologie machen will.

    Wie alle Religionen basiert auch die Eurologie vor allem auf Glauben und Dogmen. Kritische Analyse und Abwägen von Kosten und Nutzen wird als Ketzertum deklariert und öffentlich bloßgestellt.

    Denn hinter dem Dogma "Scheitert der Euro, scheitert Europa" nichts weiter als, das nur das Projekt des franko-sozialistischen Brüsseler EU-Superstaats scheitert. Und wenn das scheitert, wäre das eine gute Sache für alle Europäer.

    Europa wäre dann einen großen Schritt weiter und könnte eine wirkliche kooperative Union der Freiheit und des Wettbewerbs aufbauen.

    In einigen Jahren wird man kopfschüttelnd über die Idiotie dieser Zeit sinnieren. Wie man heute zB. über das dunkle Mittelalter urteilt.

  • @Jang
    Mit diesen 2,9% hätte ich kein Problem, weil nämlich meine Kaufkraft mit der D-Mark eine ganz andere wäre, als mit dem Euro.
    Importe wären viel billiger, Urlaube wieder bezahlbar (was auch den Südländern zugute kommen würde), die Binnennachfrage würde stark ansteigen.
    Diese 1,4% höhere Inflationsrate der D-Mark hätte ich durch massiv stärkere Kaufkraft locker ausgeglichen.
    Sie wissen genauso gut wie ich, das diese Inflationsstatisik des Euro genausowenig stimmt, wie die Arbeitslosenzahlen der BA.
    Es ist immer eine Auslegungssache, wie man rechnet und was man wie bewertet.
    Fakt ist, das die angebliche Inflationsrate des Euro NIEMALS mit der tatsächlichen Inflation im Geldbeutel des Bürgers übereinstimmen kann.
    Ich habe heute ein Umrechnungsverhältnis von 1 € = Kaufkraft 1 D-Mark, das ist für mich Fakt!
    Umrechnungskurs liegt aber bei 1 € = 1.95583 DM.
    Beweisen Sie mir das Gegenteil, wenn Sie das können!

  • Fuer Miete, Benzin/Energie und Lebensmittel zahle ich jetzt den gleichen Betrag in Euro den ich vor 11 Jahren in DM bezahlt habe. Also eine Verdoppelung in 11 Jahren macht ungefaehr eine Inflationsrate von ca 6,5%. Da koennen Sie mal sehen wie wir von offizieller Seite belogen werden. Keiner Statistik glauben die Sie nicht selbst gefaelscht haben. Die Berchnungsgrundlagen fuer die Inflationsrate damals (DM Zeiten) und heute sind sehr verschieden. Heute werden durch Tricks diese Zahlen runter gerechnet und Sie fallen darauf rein, Glueckwunsch.

  • Bevor es um die Erfüllung von Einzelinteressen geht, sollen erst einmal die Grundbedürfnisse nach geltenden
    Standards erfüllt werden; der Mindestlohn, von dem man ohne Zuschüsse leben kann.

    Auch gefällt mir nicht, daß ständig die Banken belastet werden, wo doch die Politik grundsätzlich versagt hat. Wie wäre es denn, wenn jeder Bürger seinen über den Mindestlohn hinausgehenden Verdienst über die letzten 10 Jahre zur Rettung GR opfern sollte? Wir hätten 1848.2.

    Die Südstaaten lassen sich retten, aber ohne zusätzliche Arbeit geht das nicht. Das ist das Hauptversäumnis der Politik. Und dafür brauchen wir intakte Banken.

    http://www.bps-niedenstein.de/

  • Können Sie auch sagen, wieviel der Inflation auf Teuerung und wieviel auf die Ausweitung der Geldmenge entfällt. Der Begrifff wird nämlich eigentlich verfälscht, da er sich auf veränderte Warenkörbe bezieht. Interessant in diesem Zusammenhang ist einzig und allein die Inflation in ihrem eigenlichen Sinne (aufgrund von Ausweitung der Geldmenge).

  • der euro hat sich als stabiler als die d-mark erwiesen.

    Inflationsrate dm (durchschnitt seit 1950): 2,9 %
    Inflationsrate Euro (durchschnitt seit einführung: 1,5%

    das ist fakt und das kann man nachlesen.
    bitte reden sie nicht von dingen als wären sie fakten obwohl sie es einfach nicht wissen!

  • Eine solche Partei gibt es bereits.

    Wer sich informieren möchte:

    http://www.parteidervernunft.de/


    Der Name...na ja - aber das Programm überzeugt.

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