Gauck-Gegenkandidatin: Linke will Nazi-Jägerin als Präsidentin

Gauck-Gegenkandidatin
Linke will Nazi-Jägerin als Präsidentin

Durch ihre Ohrfeige für den damaligen Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger wurde Beate Klarsfeld schlagartig bekannt. Nun könnte die Journalistin für die Linken bei der Bundespräsidentenwahl gegen Gauck antreten.
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BerlinDie Linkspartei will die Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld als Kandidatin für die Wahl des Bundespräsidenten gewinnen. Es gebe Gespräche mit der 73-Jährigen, hieß es am Mittwoch in Parteikreisen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass Klarsfeld gegen den ehemaligen DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck antreten werde, der von Union, FDP, SPD und Grünen zum Nachfolgekandidaten für den zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff nominiert wurde.

Damit bestätigten die Parteikreise einen Bericht von „Spiegel Online“, nach dem Parteichefin Gesine Lötzsch bereits mit Klarsfeld telefoniert haben soll. Der Sprecher der Bundestagsfraktion, Hendrik Thalheim, wollte keinen Kommentar abgeben. Eine Entscheidung über einen eigenen Kandidaten strebt der Parteivorstand bei einer Tagung mit Vertretern aus den Ländern für diesen Donnerstag an.

Klarsfeld wurde über die Grenzen Deutschlands bekannt, als sie den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger 1968 ohrfeigte. Die Journalistin wollte damit auf die Nazi-Vergangenheit des Kanzlers hinweisen. Klarsfeld hatte sich dafür engagiert, die nationalsozialistische Vergangenheit westdeutscher Politiker aufzudecken, und war deswegen auch wiederholt mit der Justiz in Konflikt geraten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Gauck-Gegenkandidatin: Linke will Nazi-Jägerin als Präsidentin"

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  • Die Linke ist eine Randgruppe, die abseits unseres Grundgesetzes steht. Nicht zufälligerweise wählen viele in den NBL Erststimme Rot (Die Linke/PDS), Zweitstimme Braun (DVU/NPD). Übrigens gab es in der Partei eine pikante Diskussion über Antisemitismus, schon vergessen? Die Linke tobt, wunderschön. Friedrich Ebert (und ich bin kein SPDler) wußte noch, wie man mit diesen "Genossen" umgehen sollte.

  • Unter der Sonne betrachtet, werden manche @REALISTen braun und ob der kräftigen Einstrahlung, auch als solche erkannt.

    In der Annahme, daß sie "geschickt" wurden, ergibt sich nur eine Fragestellung. Haben bei einer Wahl, für oder wen auch immer, die Lloyds vom Verfassungsschutz oder vom BND "erstes" Vorschlagsrecht oder liegt es daran, daß Sie außer Ihrer vorgefassten Meinung keine andere zulassen?

    Ihrem Urteil von "kleinen großmäuligen Kahlköfpen ohne Orientierung" muß ich entgegnen. In Reih und Glied hat so mancher mit Gardemaß bereits im jugendlichen Alter nicht nur die Haare verloren, manche gleich die Orientierung UND DEN angesammelten VERSTAND.

  • Mit ihrem abwegigen Vorschlag will die Linke, vormals PDS, davor SED, alleine Eines: In die Schlagzeilen um jeden Preis.

    Weder diese sogenannte Parteiu noch die Kandidatin sind irgend welche Aufmerksamkeit wert; allenfalls die des BND.

    Erinnern sollte man auch, das einer der führenden kleinen (Kahl-)Köpfe der große Hoffnungsträger und Superminister für die SPD war.
    Vom Kaliber "kleine großmäulige Kahlköpfe ohne Orientierung" hat die Linke ja reichlich. Zumindest lustig, die tobenden Zwerge zu beobachten.

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