Geburtenrate Immer mehr Frauen in Deutschland bleiben kinderlos

Die Zahl der jährlichen Geburten in Deutschland verharrt weiter auf niedrigem Niveau. 673.500 Kinder wurden 2012 geboren – ein Viertel weniger als 1990. Jede fünfte Frau bleibt ihr Leben lang kinderlos.
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Schwangere Frauen: Besonders Akademikerinnen bleiben häufig ohne Kind. Quelle: dpa

Schwangere Frauen: Besonders Akademikerinnen bleiben häufig ohne Kind.

(Foto: dpa)

Berlin/ WiesbadenImmer mehr Frauen in Deutschland bleiben kinderlos. Bereits jede fünfte Frau zwischen 40 und 44 Jahren hat keinen Nachwuchs, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Vor allem im Osten Deutschlands steigt der Anteil kinderloser Frauen – im Westen ist er allerdings immer noch deutlich höher.

In den westdeutschen Bundesländern war im vergangenen Jahr demnach fast jede vierte Frau ohne Kinder (23 Prozent). In Ostdeutschland lag der Anteil bei 15 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2008 stieg der Anteil der kinderlosen Frauen im Osten allerdings deutlich um fünf Prozentpunkte. Im Westen betrug der Zuwachs nur einen Prozentpunkt.

Besonders ausgeprägt ist die Kinderlosigkeit demnach in den Stadtstaaten. An der Spitze steht Hamburg, wo 2012 fast jede dritte Frau (32 Prozent) keinen Nachwuchs hatte. Deutschlandweit die geringsten Quoten bei der Kinderlosigkeit haben Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 14 Prozent.

Eine immer spätere Familiengründung, viele kinderlose Akademikerinnen und eine stagnierende Geburtenzahl: Die Erhebung des Statistischen Bundesamtes bestätigt bisherige Trends. Der Anteil der Frauen, die noch vor ihrem 30. Geburtstag ein Kind bekommen, wird demnach immer kleiner. 2012 bekamen die ostdeutschen Frauen ihr erstes Kind im Schnitt mit 28 Jahren, im Westen mit 29 Jahren.

2012 wurden 673.500 Kinder geboren - ein Viertel weniger als im Jahr der deutschen Vereinigung 1990. Das Statistische Bundesamt geht nach am Donnerstag vorgelegten Zahlen davon aus, dass sich diese Entwicklung bis 2020 fortsetzt.

Laut Statistikamt bleibt die Zahl der jährlich geborenen Kinder voraussichtlich bis 2020 stabil. Danach, wenn die geburtenschwächeren Jahrgänge kommen, könnte die Zahl nur konstant bleiben, wenn die Geburtenrate anstiege.

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19 Kommentare zu "Geburtenrate: Immer mehr Frauen in Deutschland bleiben kinderlos"

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  • Wenn man eure Beiträge so liest fragt man sich wo sind wir gelandet. Ich selbst gehöre auch mit derzeit 28 jahren zu kinderlosen Frau, aber nicht weil ich es will sondern weil uns Mutter natur auf normalen Wege keine Kinder schenken möchte.
    Ich leide am stark ausgeprägten PCO- Syndrom.Mein Mann am OAT grad 2 unser sehnlicher Wunsch ist es ein Kind zu haben. Wir haben seit 8 Jahren keine Verhütung im Spiel wir wissen jetzt aber das wir nur eine Chance auf ein Kind haben durch eine ICSI (künstliche Befruchtung)

    Bis 2004 zahlte die Kasse dieses Verfahren jetzt tragen sie nur noch 50% das heißt für uns ein Eigenanteil von 2.500 - 3000 € pro Versuch. Im Extremfall klappt es erst beim 4. Versuch der dann allein gezahlt werden muss. Dieses geht ganz schnell in die 10-15000 € Geld was man ins Kind investieren könnte Ausbildung Studium...

    Bis 2004 kamen im Durchschnitt 20 000 Babys auf diese Weise zur Welt heute sind es weitaus weniger. Wem wundert es das viele Paare sich dann gegen ein Kind entscheiden

    Wir haben uns für ein Kind entscheiden und sparen uns jeden cent an der Nase ab dafür und hoffen das wir nächstes Jahr den 1 Versuch starten können. Aus deser massiven finanziellen Belastung wird es dann wohl auch nur bei einem bleiben müssen.

    Unser Kind wird dann aber mit liebe aufwachsen und gefördert werden und wird mal für eure Rente auf kommen.

    Unsere Regierung sollte bei den ungewollt Kinderlosen Paaren ansetzen um die Geburtenrate steigen zu lassen.

    Wie hieß es in der Werbung so schön "Deine Anschaffung ist kostenlos" Für viele Paare bedeutet sie der finanzielle Ruin da die Anschaffung tausende kostet.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Es geht um zweidimensionale Geometrie. Jetzt verstanden?

  • Geometrie geht anders. In dieser kann ein Rauminhalt (Körper) nur mathematisch mit einer Fläche in Bezug gesetzt werden, wobei die dritte Dimension (Höhe) offen bleiben muß, weil unbestimmt. Aber, lassen wir die Spitzfindigkeiten auf die Überbevölkerung.

  • Man sollte einfach die Rente nach Kindern berechnen.
    Viele Kinder = viel Rente,kein Kind = Grundsicherung.
    Das wäre gerecht und wirkungsvoll.
    Wer dann Karriere und Geld Kindern vorzieht,muss von dem mehr Einkommen selber vorsorgen.

  • Hier geht es um Grundfläche. Geometrie ist nicht so ihre Stärke, oder?

  • Na dann würden Sie bei entsprechender Behandlungsweise auch etliche mehr auf 1 qm unterbringen können. In der Höhe wäre dann auch noch ziemlich Platz.

  • @ prinzeugen
    Das kommt in meinem Beitrag zwischen den Zeilen durchaus zur Sprache. Deutschland braucht keine größere Bevölkerung, auch keine konstante von 80 Mio., sondern eine deutlich kleinere, wenn das hier auf Dauer lebenswert bleiben soll, gemäß dem Satz: Die Natur braucht den Menschen nicht, aber der Mensch die Natur, u.a., um geistig gesund zu bleiben. Schon jetzt ist die Landschaft zersiedelt bis zum geht nicht mehr.
    Mag sein, daß ich nicht repräsentativ bin (sogar mit Sicherheit nicht), aber trotzdem läuft hier einiges falsch.

  • Das beste Geschenk was ich meine Kinder bieten kann ist sie nicht hervorbringen auf diese Welt.

  • Es geht nicht ums wohnen, sondern darum wieviel Platz der menschliche Körper von der Fläche aufgerundet immer einnimmt.

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