Gedenken an Helmut Kohl Europäischer Staatsakt wohl Anfang Juli

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„Neuer Impuls für EU“

Ein Staatsakt am 1. Juli in Straßburg, dem Sitz des Europaparlaments, würde auch den Terminplanungen der Union entgegenkommen. Am 2. und 3. Juli wollen die Spitzen von CDU und CSU in Berlin ihr gemeinsames Wahlprogramm verabschieden. In der Union hieß es aber auch, falls der 1. Juli nicht praktikabel sei, werde ein Staatsakt etwa an einem der folgenden Tage nicht an parteipolitischen Terminen scheitern.

Der frühere Berater Kohls, Horst Teltschik, sagte im ZDF, ein europäischer Staatsakt für Kohl sei auch eine Chance: „Vielleicht gibt dieses Signal der europäischen Würdigung der gesamten Europäischen Union einen neuen Impuls.“

Steinmeier schrieb in das im Kanzleramt ausliegende Kondolenzbuch: „Helmut Kohl war ein Ausnahmepolitiker und ein Glücksfall für unser Land.“ Und weiter: „Europäische Einheit und transatlantische Partnerschaft waren ihm immer Herzensanliegen.“ Merkel schrieb im Zusammenhang mit einer Mitarbeiterversammlung in der CDU-Zentrale zum Gedenken an Kohl in ein dort ausliegendes Gedenkbuch, Kohl habe „über ein Vierteljahrhundert die CDU als ihr Vorsitzender geprägt und modernisiert“. Deutsche Einheit und europäische Einigung seien für ihn „immer zwei Seiten ein und derselben Medaille“.

Der frühere Mainzer Bischof Karl Kardinal Lehmann würdigte Kohl als gradlinigen, sensiblen und gebildeten Menschen. „Er war nicht die Dampfwalze, die alles brutal niederwalzte, zu der ihn manche immer wieder machen wollten“, schrieb er in einem Beitrag für die „Rheinische Post“.

Der Kohl-Biograf Heribert Schwan, der sich mit dem Altkanzler jahrelang erbittert vor Gericht gestritten hatte, sagte dem „Express“ (Montag): „Ich trauere zum einen um einen Staatsmann - und dann um einen Menschen, dem ich acht Jahre sehr nahe stand und verbunden war, von dem ich viel erfahren habe.“ Er sei „traurig darüber, dass ich mich mit ihm vor seinem Tod nicht mehr aussprechen konnte“.

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  • dpa
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1 Kommentar zu "Gedenken an Helmut Kohl: Europäischer Staatsakt wohl Anfang Juli"

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  • Wie kann ein Nicht-Staat wie die EU einen Staatsakt abhalten?
    Mit solchen Headlines wird die selbsterfüllende Wirkung des Faktischen genutzt.
    Ohne das Recht, eigene Schulden zu machen (Euro-Bonds) und Steuern zu
    erheben (Finanztransaktionssteuer), ist die EU trotz ihrer Institutionen per Definition kein Staat - deshalb die Sehnsucht der Politik nach zuvor genanntem.
    In der Headline wird suggeriert, das die EU ein Staat ist. Mit unparteiischem, informativem Journalismus hat das nichts zu tun.

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