Gegen höhere Beiträgssätze für Arbeitnehmer: Ulla Schmidt warnt vor höherer Mindestrente

Gegen höhere Beiträgssätze für Arbeitnehmer
Ulla Schmidt warnt vor höherer Mindestrente

Bundessozialministerin Ulla Schmidt hat ihre eigene Partei davor gewarnt, die geplante Mindestsicherung bei der Rente zu hoch anzusetzen. Sie sei dafür, ein Sicherungsniveau von 43 % bei der Rente einzuziehen.

BERLIN. Zugleich zeigte sie sich in einem Gespräch mit dem Handelsblatt (Freitagausgabe) skeptisch, die Grenze wie von einigen SPD-Abgeordneten und den Gewerkschaften gefordert auf 46% anzuheben. Dies würde künftig höhere Beitragssätze für die Arbeitnehmer bedeuten. "Das halte ich aber nicht für vertretbar, weil dadurch der Spielraum für die Versicherten, sich privat zusätzlich für das Alter abzusichern, zu stark eingeengt würde", sagte Schmidt.

Zugleich bekräftigte sie, dass trotz des neuen Streits in der SPD die Rentenreform planmäßig am nächsten Donnerstag im Bundestag verabschiedet werde. Nach dem Vorschlag des Ministeriums soll ein Durchschnittsverdiener nach 45 Versicherungsjahren 2030 auch nach Einführung des neuen Nachhaltigkeitsfaktors in die Rentenformel mindestens 43 % des durchschnittlichen Bruttoeinkommens nach Abzug von Sozialversicherungsbeiträgen und Aufwendungen für die Riesterrente erhalten. Heute liegt dieser Wert bei etwa 52 %. "Dadurch können wir sicherstellen, dass der Rentenbeitrag aus heutiger Sicht bis 2030 nicht über 22 % steigen wird. Wer mehr will, muss wissen, dass dieses Ziel dann nicht mehr zu erreichen ist", sagte Schmidt

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