Gehälter-Affäre
Umstrittene Landtagsabgeordnete arbeiten wieder bei VW

Nach mehr als zehn Jahren haben die beiden niedersächsischen SPD-Landtagsabgeordneten Viereck und Hans-Hermann Wendhausen ihre Tätigkeit bei VW wieder aufgenommen. Das Arbeitsverhältnis "ruhte", seitdem beide 1994 ins Landesparlament eingezogen waren. Dennoch hatten beide weiter ihr VW-Gehalt bezogen.

HB WOLFSBURG. "Beide sind wieder in den Bereichen tätig, in denen sie früher auch gearbeitet haben", sagte der Anwalt der Politiker, Peter Rabe. "Ihre politische Karriere ist offensichtlich beendet, sie müssen daher den Rest ihres Arbeitslebens organisieren". Nach Medienberichten hat Viereck einen Teilzeitvertrag, bei dem es um den Verkauf von VW-Autos geht. Wendhausen soll wieder in der Forschungsabteilung tätig sein. Wendhausen und Viereck werden sich bei der Wahl 2008 voraussichtlich nicht mehr um einen Sitz im Landtag bewerben.

Der parallele Bezug von Abgeordnetendiät und VW-Gehalt ist Gegenstand eines Rechtsstreits zwischen dem niedersächsischen Landtagspräsidenten Jürgen Gansäuer und den beiden Politikern. Nach Ansicht Gansäuers haben Viereck und Wendhausen keine ausreichende Gegenleistung für ihre VW-Gehälter erbracht; somit hätten sie ihre Diät zu Unrecht kassiert. Gansäuer forderte die beiden auf, zusammen 750 000 Euro an das Land abzuführen. Weil sich Viereck und Wendhausen weigern, hat Gansäuer Klage eingereicht.

Volkswagen hat die interne Regelung, wonach Konzernmitarbeiter bei einem Wechsel in die Politik ihr Gehalt weiter bekommen, inzwischen geändert.

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