„Geld folgt Studenten“
BDI schlägt Gutscheine für Studenten vor

Eine grundlegend neue Finanzierung der Hochschulen fordern der Bundesverband der deutschen Industrie und der Stifterverband der Wirtschaft für die Wissenschaft. Künftig soll das Geld aus Heimatländern an Wunsch-Unis fließen.

BERLIN. Eine grundlegend neue Finanzierung der Hochschulen fordern der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) und der Stifterverband der Wirtschaft für die Wissenschaft. Künftig müsse das Prinzip „Geld folgt Studenten“ gelten, wonach jeder Student ein bestimmtes Budget aus seinem Herkunftsland an die Hochschule seiner Wahl mitbringt, forderte BDI-Präsident Jürgen Thumann in Berlin.

Traditionell weisen die Länder ihren Hochschulen Budgets zu. Würden diese an die Studenten gekoppelt, entstünde auch in der Lehre ein Wettbewerb, sagte Thumann. Konkret könnte die Neuverteilung etwa über Bildungsgutscheine oder Studienkonten organisiert werden. Nach dem BDI-Konzept würde der Staat eine Grundfinanzierung übernehmen. An besonders guten Unis müssten Studenten aber einen Aufschlag zahlen.

Die Wirtschaft setzt damit einen neuen Akzent in der aktuellen Debatte um die prekäre Zukunft der Hochschulfinanzen. Nach den Prognosen der Kultusminister wird die Zahl der Studenten bis 2012 von heute knapp zwei auf 2,4 Millionen steigen. Dies ist politisch durchaus gewollt, da Deutschland im internationalen Vergleich viel zu wenig Akademiker ausbildet. Einen kleiner Teil der Kosten soll über Gebühren eingetrieben werden (siehe Kasten). Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat den Hochschulen zudem einen Pakt angeboten, der bis Jahresende stehen soll.

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