Geld für Gemüsebauern
EU stockt Ehec-Entschädigungen auf

Europas Gemüsebauern können auf höhere Hilfen aus der EU hoffen: Umsatzausfälle wegen der Ehec-Krise will die EU deutlich besser entschädigen.
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BrüsselDie EU-Kommission will Gemüsebauern wegen der EHEC-Krise deutlich besser entschädigen als bisher geplant. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos schlug am Mittwoch in Brüssel vor, insgesamt 210 Millionen Euro für Umsatzeinbußen auszuzahlen.

Am Dienstag hatte Ciolos zunächst einen Notfallfonds in Höhe von 150 Millionen Euro vorgeschlagen. Neu EU-Staaten, darunter Deutschland, war das zu wenig und sie drängten Brüssel zur Nachbesserung des Angebotes. Das Geld soll aus nicht ausgeschöpften Mitteln des Agraretats kommen.

Die Bauern sollen damit 50 Prozent ihrer Verluste ersetzt bekommen; für unverkäuflich gewordene Gurken, Tomaten, Paprika, Zucchini und Salate. Wegen des Verdachts, dass Tomaten, Gurken und Salat die Ursache der lebensgefährlichen Darminfektion sein könnten ist der Konsum dieser Produkte eingebrochen. Auch nach anderem Gemüse ging die Nachfrage stark zurück. Die EU will deshalb auch die Produzenten von Zucchini und Paprika für Umsatzeinbußen entschädigen.

Die Bauern können nach dem Vorschlag, dem die EU-Staaten noch zustimmen müssen, mindestens 50 Prozent der von Ende Mai bis Ende Juni anfallenden Umsatzeinbußen ausgeglichen bekommen. Landwirte, die Produktionsgenossenschaften angehören, bekommen von diesen zusätzliche Ausgleichszahlungen, so dass sie Ciolos zufolge bis zu 70 Prozent des Verlustes abdecken können. Berechnungsbasis ist ein Referenzpreis für Juni. Die EU-Staaten müssen dem Vorschlag noch zustimmen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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