„Geldbombe“ der AfD: Wer zahlt, stimmt ab

„Geldbombe“ der AfD
Wer zahlt, stimmt ab

Für den geplanten Mitgliederparteitag Mitte Juni fehlen der AfD 150.000 Euro. Das Geld dazu will die AfD parteiintern auftreiben – die Mitglieder sollen zahlen. Über 15.000 Euro wurden bislang schon gespendet.
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BerlinWenn die Mitglieder der AfD zum nächsten Parteitag kommen wollen, müssen sie erst einmal spenden. Denn nach Berechnungen der Parteispitze fehlen der Alternative für Deutschland 150.000 Euro, um statt des geplanten Delegiertenparteitags Mitte Juni einen Mitgliederparteitag einzuberufen. Die Partei startete deshalb am Samstag eine Online-Spendenaktion. Bis Montagvormittag kamen rund 15.500 Euro zusammen.

Hintergrund der „Aktion Geldbombe“ ist der Unmut einiger Parteimitglieder über angebliche Absprachen für die Wahl des Bundesvorstandes.

Der Parteitag soll am 13. und 14. Juni stattfinden. Nach Angaben führender AfD-Politiker sollen der Brandenburger Landeschef Alexander Gauland, die Vorsitzende der Sachsen-AfD, Frauke Petry, die Europaabgeordnete Beatrix von Storch und der Vorsitzende der AfD in Nordrhein-Westfalen, Marcus Pretzell, vereinbart haben, sich bei der Wahl gegenseitig zu unterstützen. Sollte diese Strategie aufgehen, könnte die Partei weiter nach rechts rücken. Der Bundesvorsitzende Bernd Lucke sieht das mit Sorge.

Die Spendenkampagne endet am 14. April. Falls nicht genug zusammenkommen sollte, will die Afd das Geld zur Finanzierung des Programmparteitags im November verwenden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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