Deutschland

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Gemeinsame Tagung: Schäuble lädt alle Ministerien zu Sparklausur

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat alle Ministerien zu einer Sparklausur in der kommenden Woche eingeladen. Dort soll beraten werden, wie 2014 ein strukturell ausgeglichener Haushalt erreicht werden soll.

Schäuble fordert Sparvorschläge von allen Ministerien. Quelle: Reuters
Schäuble fordert Sparvorschläge von allen Ministerien. Quelle: Reuters

BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) drängt die Bundesministerien zu Einsparungen: In der kommenden Woche sollen alle Ministerien auf einer Klausur in Berlin dafür Vorschläge unterbreiten, wie das Bundesfinanzministerium am Mittwoch ankündigte. Die zuständigen Staatssekretäre sollen bei dem Treffen am 31. Januar erörtern, wie trotz eines Fehlbetrags von sechs Milliarden Euro für 2014 ein strukturell ausgeglichener Haushalt erreicht werden könne.

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Bisher verhandelte das Bundesfinanzministerium in der Regel einzeln mit den Ressorts über die Finanzplanung. Eine gemeinsame Tagung aller Ministerien sei ein Novum, sagte ein Ministeriumssprecher. Mit Blick auf die Haushaltskonsolidierung solle davon das Signal ausgehen. „Wir wollen das gemeinsam angehen." Das Treffen soll im Bundesfinanzministerium stattfinden.

Die „Süddeutsche Zeitung" hatte zuvor berichtet, dass die Ministerien bei der Klausur nicht nur Sparvorschläge für das eigene Haus, sondern ausdrücklich auch Sparpotenziale in anderen Ressorts benennen sollen - was ein sehr konfliktträchtiges Vorgehen wäre. Ein Ministeriumssprecher bezeichnete diese Darstellung als „groben Unfug". Es solle nicht darum gehen, „dass der eine Minister dem anderen sagt: Hier musst Du in Deinem Haushalt kürzen".

In der Einladung von Finanzstaatssekretär Werner Gatzer an die Kollegen aus den anderen Ressorts sei von einem solchen Vorgehen nicht die Rede, hieß es im Ministerium. Die Rede sei vielmehr vom Ziel der Haushaltskonsolidierung, die „nur durch konstruktive Mitarbeit aller Ressort erreicht werden" könne.

Haushaltspolitik

Die Eckwerte der Budgetplanung sollen am 20. März im Kabinett beraten werden. Der Koalitionsausschuss hatte im November beschlossen, für 2014 einen Haushaltsplan vorzulegen, der - um die Einflüsse der Konjunktur bereinigt - ohne ein Defizit auskommt.

Auf ein richtiges Sparpaket will Schäuble bisher verzichten. Er nutzt aber die Möglichkeiten des 2011 eingeführten neuen, schärferen Verfahrens zur Haushaltsplanung. Nach dem so genannten Top-Down-Verfahren müssen die einzelnen Ressorts mit einem eigenen Ausgabendeckel leben - die Zeiten üppiger Wünsche lange vor Verabschiedung eines Etats sind vorbei. Mit dem auch in nordeuropäischen Ländern bereits genutzten Modell soll der Schuldenabbau erleichtert werden.

  • 24.01.2013, 06:53 UhrFrank3

    "WEM " zum NUTZEN , ist SPD , GERADE BEWIESEN , EGAL .
    VATERL . . .

    Frank Frädrich

  • 24.01.2013, 00:23 Uhr Andreas

    Alles Gute und viel Erfolg nach Berlin. Der Grundsatz: "Gemeinsam sind wir stark" ist ein Grundsatz der alten BRD, die der Bundesfinanzminister direkt und ohne große Ankündigungen in die Gegenwart transportiert. Von diesem Grundsatz aus geleitet, wird Herr Dr. Schäuble das Deutschland von heute in die Gewinnzone fahren. Mit dem bestehenden Instrumentarium, das ihm, der Industrie und den Banken zur Verfügung steht (M1), wird ihm das Vorhaben des Schuldenabbaus gelingen. Ich hoffe wirklich, dass er das schafft.

    Anders als in den 80igern ist die Steuerpflicht und die Steuerehrlichkeit weitaus weiter verbreitet. Ich sehe, das der Bundesfinanzminister einen ausgeglichenen Haushalt in 2014 wird vorlegen können.

    mfG

    -Andreas, SPD-

  • 23.01.2013, 22:03 Uhrkeeper

    forcierte, globale Angleichung im Ressourcenverbrauch.

    Über alle Grenzen hinweg stetig reicher und mächtiger werdende Reiche;
    eine sich abstrampelnde, sich konkurrierende und sich durch den Wettbewerb auf ein Wohlstandsniveau nivellierende Mittelschicht;
    und ein Heer von Menschen mit prekären Lebensumständen.

    Die 1., 2. und 3.Welt ist bald überall gleichermaßen vertreten.
    Die Spannungen zwischen den Nationen werden zu Spannungen innerhalb der Nationen.


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